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Gussheizkörper Leistung: Watt Pro Glied Richtig Berechnen

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Wer nach gussheizkörper leistung sucht, möchte meistens wissen, wie viele Watt ein alter Rippenheizkörper tatsächlich an den Raum abgeben kann. Genau hier entstehen jedoch häufig falsche Ergebnisse. Denn die Heizleistung hängt nicht nur von der Anzahl der Glieder ab, sondern ebenso von Bauhöhe, Bautiefe sowie Vorlauf-, Rücklauf- und Raumtemperatur.

Ein alter Gussheizkörper kann beispielsweise bei 75/65/20 °C noch eine hohe Normleistung besitzen. Wird dasselbe Heizsystem später mit einer Wärmepumpe bei 55/45/20 °C betrieben, fällt die Wärmeleistung deutlich niedriger aus. Deshalb sollte eine vorhandene Leistungstabelle niemals ohne die zugehörige Temperaturpaarung gelesen werden.

Die Berechnung beginnt grundsätzlich mit drei Fragen: Welcher Gussradiator ist vorhanden? Wie viele Glieder besitzt er? Welche Systemtemperaturen sollen künftig gefahren werden?

Gussheizkörper Leistung: Kurz Erklärt

Keine feste Wattzahl: Die Leistung pro Glied hängt von Bauhöhe, Bautiefe und Systemtemperatur ab.

Grundformel: Watt pro Glied × Anzahl der Glieder = Heizkörperleistung bei der jeweiligen Temperaturpaarung.

Temperatur entscheidend: Ein Heizkörper liefert bei 55/45/20 °C deutlich weniger Wärme als bei 75/65/20 °C.

Für Wärmepumpen: Die Leistung sollte bei der tatsächlich geplanten niedrigen Vorlauftemperatur geprüft werden.

Wichtig: Die berechnete Heizkörperleistung muss mindestens zur Raumheizlast passen.

Gussheizkörper Leistung Pro Glied: Welche Wattwerte Sind Typisch?

Alte Gussradiatoren bestehen aus mehreren miteinander verbundenen Gliedern. Deshalb lässt sich ihre Gesamtleistung häufig relativ einfach aus der Wärmeleistung eines einzelnen Glieds und der vorhandenen Gliederzahl ableiten.

Allerdings besitzen unterschiedliche Bauformen deutlich verschiedene Wattwerte.

HG-TEC weist seine Gussradiatoren nach DIN 4703 beziehungsweise EN 442 aus. Ein einzelnes Glied mit 580 mm Bauhöhe und 500 mm Nabenabstand liefert je nach Bautiefe beispielsweise sehr unterschiedliche Leistungen. Bei 75/65/20 °C reichen die Werte dort von 52 W bei 70 mm Bautiefe bis 122 W bei 220 mm Bautiefe.

Beispiel: 580 mm Hoher Gussheizkörper

Für einen Radiator mit 580 mm Bauhöhe ergeben sich laut technischer Tabelle folgende Werte pro Glied:

  • 70 mm tief: 52 W bei 75/65/20 °C,
  • 110 mm tief: 72 W,
  • 160 mm tief: 96 W,
  • 220 mm tief: 122 W.

Bereits diese Spannweite zeigt, warum die Aussage „ein Gussheizkörper hat etwa 70 Watt pro Rippe“ nicht zuverlässig genug ist.

Zudem verändern niedrigere Vorlauftemperaturen das Ergebnis nochmals deutlich.

Bautiefe Ist Fast So Wichtig Wie Die Höhe

Ein tieferer Rippenheizkörper besitzt mehr wärmeübertragende Oberfläche.

Dadurch kann jedes einzelne Glied mehr Wärme an den Raum abgeben.

Deshalb sollten bei einem unbekannten alten Heizkörper mindestens Bauhöhe, Nabenabstand und Bautiefe gemessen werden.

Zusätzlich zählt man die vorhandenen Glieder.

Erst danach lässt sich eine passende Rippenheizkörper Leistungstabelle sinnvoll verwenden.

Bauhöhe Nabenabstand Bautiefe 75/65/20 °C 70/55/20 °C 55/45/20 °C
980 mm 900 mm 220 mm 205 W 164 W 104 W
980 mm 900 mm 160 mm 163 W 130 W 83 W
680 mm 600 mm 160 mm 111 W 89 W 56 W
580 mm 500 mm 220 mm 122 W 98 W 62 W
580 mm 500 mm 160 mm 96 W 76 W 49 W
580 mm 500 mm 110 mm 72 W 58 W 37 W
430 mm 350 mm 220 mm 97 W 78 W 49 W
280 mm 200 mm 250 mm 75 W 60 W 38 W

Orientierungswerte pro Glied auf Basis veröffentlichter EN-442-Daten. Bei unbekannten historischen Radiatoren können Bauform und reale Leistung abweichen.

 
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Heizkörper Watt Tabelle Für Alte Gussheizkörper

Für die Praxis ist eine Tabelle mit mehreren Temperaturpaarungen besonders hilfreich.

Heizungshandel veröffentlicht beispielsweise Vergleichswerte für alte Rippenheizkörper bei 70/55/20 °C und 55/45/20 °C. Ein Heizkörper mit 600 mm Bauhöhe, 500 mm Nabenabstand und 220 mm Bautiefe liefert dort 77 W pro Glied bei 70/55/20 °C, aber nur noch 49 W bei 55/45/20 °C.

Das entspricht einem Rückgang von rund 36 Prozent.

Damit wird die Temperaturpaarung besonders wichtig, wenn eine Gas- oder Ölheizung gegen eine Wärmepumpe ausgetauscht werden soll.

Warum 75/65/20 Nicht Mit 55/45/20 Vergleichbar Ist

Die Normwärmeleistung vieler Heizkörper bezieht sich auf 75 °C Vorlauf, 65 °C Rücklauf und 20 °C Raumtemperatur.

Kermi bestätigt ebenfalls, dass die Normwärmeleistung nach EN 442 auf dieser Temperaturpaarung basiert. In realen Heizsystemen werden heute jedoch häufig niedrigere Temperaturen eingesetzt.

Sinkt die mittlere Heizkörpertemperatur, wird auch die Temperaturdifferenz zur Raumluft kleiner.

Folglich kann der Heizkörper weniger Wärme abgeben.

Gerade bei Wärmepumpen sollte deshalb niemals ausschließlich mit dem alten Normwert gerechnet werden.

55/45/20 Als Wichtiger Praxiswert

Für viele Sanierungsprojekte ist 55/45/20 °C ein interessanter Prüfpunkt.

Der Bundesverband Wärmepumpe verwendet 55 °C maximale Vorlauftemperatur ebenfalls als sinnvollen Einstieg für die Bewertung eines bestehenden Heizsystems.

Reicht der vorhandene Heizkörper bei diesem Temperaturniveau noch aus, verbessert das die Ausgangslage für eine Wärmepumpe.

Allerdings können effizientere Anlagen häufig mit noch niedrigeren Temperaturen arbeiten.

Gussheizkörper Leistung Berechnen: Die Einfache Formel

Kennt man die Leistung pro Glied, ist die Grundrechnung unkompliziert:

Wärmeleistung pro Glied × Anzahl der Glieder = Gesamtleistung

Angenommen, ein Gussradiator besitzt 20 Glieder.

Jedes Glied liefert bei der gewählten Temperaturpaarung 58 W.

Dann ergibt sich:

20 × 58 W = 1.160 W

Der gesamte Heizkörper kann unter diesen Bedingungen also ungefähr 1.160 Watt Wärmeleistung abgeben.

Beispiel Mit Einem 20-Glieder-Radiator

Nehmen wir einen Gussheizkörper mit:

  • 580 mm Bauhöhe,
  • 500 mm Nabenabstand,
  • 110 mm Bautiefe,
  • 20 Gliedern.

HG-TEC gibt pro Glied folgende Leistungen an:

75/65/20 °C: 72 W
70/55/20 °C: 58 W
55/45/20 °C: 37 W.

Daraus folgen:

75/65/20: 20 × 72 W = 1.440 W
70/55/20: 20 × 58 W = 1.160 W
55/45/20: 20 × 37 W = 740 W

Damit verliert derselbe Heizkörper beim Wechsel von 75/65/20 auf 55/45/20 fast die Hälfte seiner Wärmeleistung.

Beispiel Watt Pro Glied Glieder Gesamtleistung
75/65/20 °C 72 W 20 1.440 W
70/55/20 °C 58 W 20 1.160 W
55/45/20 °C 37 W 20 740 W
Beispielbasis: Gussradiator mit 580 mm Bauhöhe, 500 mm Nabenabstand und 110 mm Bautiefe. Die Tabelle zeigt, warum die Temperaturpaarung bei einer Wärmepumpenumrüstung zwingend berücksichtigt werden muss.

Heizkörper Leistung Bei Anderer Vorlauftemperatur Berechnen

Nicht für jede Temperaturkombination existiert eine fertige Tabelle.

Deshalb werden Heizkörperleistungen für abweichende Systemtemperaturen über eine Umrechnung bestimmt.

Das Grundprinzip lautet vereinfacht:

Q = QN × (ΔT / ΔTN)^n

Dabei steht:

  • Q für die gesuchte Heizleistung,
  • QN für die bekannte Normleistung,
  • ΔT für die mittlere beziehungsweise logarithmische Übertemperatur,
  • ΔTN für die Normübertemperatur,
  • n für den Heizkörperexponenten.

Delta-Q beschreibt genau diesen Zusammenhang und weist darauf hin, dass Heizkörperleistung von Heizfläche sowie mittlerer Übertemperatur abhängt.

Warum Der Heizkörperexponent Wichtig Ist

Die Wärmeleistung sinkt nicht vollkommen linear mit der Temperatur.

Deshalb reicht es nicht, bei halbierter Temperaturdifferenz einfach die Wattzahl zu halbieren.

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Der Heizkörperexponent bildet den nichtlinearen Zusammenhang zwischen Temperaturdifferenz und Wärmeabgabe ab.

Kermi verwendet für bestimmte Umrechnungstabellen beispielsweise einen Exponenten von n = 1,3. Für konkrete Heizkörper können jedoch andere Werte gelten.

Daher sollte nach Möglichkeit der Herstellerwert verwendet werden.

Beispiel Von 75/65/20 Auf 55/45/20

Kermi zeigt ein anschauliches Beispiel.

Ein Heizkörper besitzt bei der Normtemperatur 75/65/20 eine Leistung von 1.960 W.

Wird er stattdessen bei 55/45/20 betrieben, liefert er nach der dort verwendeten Umrechnung nur noch rund 1.000 W.

Somit steht bei niedrigeren Temperaturen nur ungefähr die Hälfte der ursprünglichen Normleistung zur Verfügung.

Genau dieser Effekt muss bei einer Wärmepumpenumrüstung berücksichtigt werden.

 
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Wie Groß Muss Ein Heizkörper Sein?

Die notwendige Heizkörpergröße lässt sich nicht allein aus der Raumfläche bestimmen.

Zuerst muss bekannt sein, welche Heizleistung der Raum an einem kalten Auslegungstag benötigt.

Diese Größe bezeichnet man als Raumheizlast.

Anschließend wird geprüft, ob der vorhandene Heizkörper bei der geplanten Systemtemperatur mindestens diese Leistung bereitstellen kann.

Heizlast Und Heizkörperleistung Müssen Zusammenpassen

Benötigt ein Raum beispielsweise 900 W Heizleistung und liefert der vorhandene Gussradiator bei 55/45/20 nur 740 W, entsteht eine rechnerische Unterdeckung von 160 W.

Dann bestehen mehrere Möglichkeiten:

  • Vorlauftemperatur erhöhen,
  • zusätzliche Glieder ergänzen,
  • größeren Heizkörper installieren,
  • Gebäudewärmeverlust reduzieren,
  • zusätzliche Heizfläche einsetzen.

Idealerweise senkt man jedoch nicht sofort die Effizienz der gesamten Wärmepumpe durch eine höhere Vorlauftemperatur.

Häufig ist der Austausch eines einzelnen kritischen Heizkörpers wirtschaftlicher.

Watt Pro Quadratmeter Nur Für Eine Grobe Schätzung

Im Internet findet man häufig Faustwerte wie 50, 70, 100 oder 150 W pro Quadratmeter.

Solche Werte können für eine sehr grobe Vorabschätzung dienen.

Sie ersetzen allerdings keine Raumheizlast.

Ein Eckzimmer mit zwei Außenwänden besitzt schließlich andere Wärmeverluste als ein innenliegender Raum derselben Größe.

Auch Fenster, Dämmung, Luftwechsel und Außentemperatur spielen eine Rolle.

Daher sollte für eine belastbare Auslegung die Heizlast nach den einschlägigen Berechnungsregeln ermittelt werden.

Raumheizlast Heizkörperleistung Ergebnis Mögliche Maßnahme
700 W 740 W Ausreichend Keine Vergrößerung nötig
900 W 740 W 160 W fehlen Heizfläche vergrößern oder Wärmebedarf senken
1.100 W 740 W 360 W fehlen Größeren Heizkörper prüfen
1.400 W 740 W Deutlich unterdimensioniert Heizkörperauslegung neu planen

Beispielhafte Gegenüberstellung. Entscheidend ist die tatsächliche Raumheizlast und die Heizkörperleistung bei der geplanten Vorlauf-/Rücklauftemperatur.

Sind Alte Gussheizkörper Für Eine Wärmepumpe Geeignet?

Überraschend oft lautet die Antwort: ja.

Alte Rippenheizkörper besitzen eine große Oberfläche und wurden früher häufig großzügig dimensioniert.

Deshalb können einige Bestandsanlagen auch bei deutlich niedrigeren Vorlauftemperaturen genügend Leistung liefern.

Der Bundesverband Wärmepumpe stellt dafür sogar einen Heizkörperrechner bereit. Dort lassen sich unter anderem Bauhöhe, Tiefe, Gliederzahl, Vorlauf, Rücklauf und Raumtemperatur eingeben. Das Ergebnis dient als überschlägige Bewertung, ob das hydraulische System für niedrigere Temperaturen geeignet ist.

Große Gussheizkörper Können Ein Vorteil Sein

Ein alter Heizkörper wirkt optisch manchmal ineffizient, obwohl seine große Oberfläche für eine Wärmepumpe durchaus hilfreich sein kann.

Besonders tiefe und lange Gussradiatoren besitzen bei niedriger Temperatur noch eine relevante Wärmeleistung.

Deshalb sollte man sie nicht vorschnell ersetzen.

Zunächst lohnt sich eine Berechnung.

Nicht Jeder Raum Muss Umgebaut Werden

In einem Haus können beispielsweise neun Heizkörper bereits bei 50 oder 55 °C ausreichend dimensioniert sein.

Vielleicht benötigt nur ein kleines Bad oder ein Eckzimmer eine höhere Temperatur.

Lesetipp: Bosch im Altbau: Warum der "Kältemittel-Trick" die Fußbodenheizung überflüssig macht

In diesem Fall kann der Austausch dieses einzelnen Heizkörpers die notwendige Vorlauftemperatur des gesamten Systems reduzieren.

Genau das ist für eine Wärmepumpe besonders wertvoll.

Der BWP weist ebenfalls darauf hin, dass häufig schon der Austausch einzelner Heizkörper ausreicht, um ein Bestandsgebäude besser für niedrige Vorlauftemperaturen vorzubereiten.

Alte Rippenheizkörper Richtig Vermessen

Bevor eine Berechnung Heizkörper Watt möglich ist, muss die vorhandene Bauform möglichst genau bestimmt werden.

Dazu benötigt man nicht nur die Gesamthöhe.

Mindestens vier Werte sind sinnvoll:

  1. Bauhöhe,
  2. Nabenabstand,
  3. Bautiefe,
  4. Anzahl der Glieder.

Bei vielen historischen Gussradiatoren beträgt die Baulänge eines einzelnen Glieds ungefähr 60 mm. Auch die HG-TEC-Daten weisen 60 mm Gliedlänge aus.

Nabenabstand Nicht Mit Gesamthöhe Verwechseln

Der Nabenabstand bezeichnet den Abstand zwischen den Mittelpunkten der oberen und unteren Anschlussnabe.

Ein Radiator kann beispielsweise 580 mm hoch sein und einen Nabenabstand von 500 mm besitzen.

Wer versehentlich die Gesamthöhe als Nabenmaß verwendet, landet möglicherweise in der falschen Leistungstabellenzeile.

Bautiefe Zwischen Den Säulen Messen

Gerade Gussradiatoren existieren in verschiedenen Tiefen.

Typische historische Werte liegen beispielsweise bei 70, 110, 160 oder 220 mm.

Der Unterschied wirkt sich deutlich auf die Wärmeleistung aus.

Daher sollte die Tiefe ebenfalls exakt erfasst werden.

Prüfschritt Was Messen? Warum Wichtig? Typischer Fehler
1. Bauhöhe Gesamthöhe des Radiators Bestimmt die passende Tabellenreihe Mit Nabenabstand verwechseln
2. Nabenabstand Mitte Anschluss oben bis Mitte Anschluss unten Identifiziert die Baugröße Gesamthöhe einsetzen
3. Bautiefe Tiefe des Glieds Großer Einfluss auf Watt pro Glied Nur Höhe beachten
4. Gliederzahl Alle einzelnen Radiatorglieder Ergibt die Gesamtleistung Gesamtlänge schätzen
5. Systemtemperatur Vorlauf / Rücklauf / Raum Bestimmt die reale Wärmeleistung Nur EN-442-Normwert verwenden
6. Raumheizlast Benötigte Watt des Raumes Zeigt, ob der Heizkörper reicht Nur W/m²-Faustwert verwenden
 
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Welche Heizkörperleistung Braucht Eine Wärmepumpe Bei 45 °C?

Je niedriger die Vorlauftemperatur wird, desto größer muss die Heizfläche für dieselbe Raumheizlast sein.

Das ist kein spezielles Problem alter Gussradiatoren.

Es gilt ebenso für moderne Plattenheizkörper.

Kermi zeigt beispielsweise, dass eine Normleistung von 1.960 W bei 75/65/20 erforderlich sein kann, um bei 55/45/20 noch 1.000 W abzugeben.

Bei 45 °C Vorlauf fällt die verfügbare Leistung nochmals geringer aus.

Wärmepumpe Möglichst Niedrig Betreiben

Eine Wärmepumpe arbeitet effizienter, wenn sie nur einen kleinen Temperaturhub erzeugen muss.

Deshalb sollte das Ziel nicht lauten, einen alten Heizkörper unbedingt mit 60 °C weiterzubetreiben.

Besser ist es, die gesamte Wärmeverteilung auf das niedrigstmögliche Temperaturniveau zu optimieren.

Dazu gehören:

  • größere Heizflächen,
  • hydraulischer Abgleich,
  • korrekt eingestellte Heizkurve,
  • ausreichender Volumenstrom,
  • gegebenenfalls einzelne neue Niedertemperaturheizkörper.

Heizkörpertest Im Winter Liefert Wertvolle Hinweise

Auch ohne vollständige Berechnung lässt sich eine erste Praxisprüfung durchführen.

Bei kaltem Wetter wird die Vorlauftemperatur der vorhandenen Heizung schrittweise abgesenkt.

Bleiben sämtliche Räume mit beispielsweise 50 bis 55 °C ausreichend warm, deutet das auf gute Voraussetzungen hin.

Allerdings ersetzt dieser Test keine fachgerechte Heizlastberechnung.

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Gussheizkörper Behalten Oder Ersetzen?

Ein alter Gussheizkörper muss nicht wegen seines Alters ausgetauscht werden.

Gusseisen ist korrosionsbeständig und langlebig. Delta-Q beschreibt gerade die hohe Korrosionsbeständigkeit und lange Haltbarkeit als typische Eigenschaften von Gussradiatoren.

Entscheidend ist deshalb weniger das Herstellungsjahr.

Wichtiger sind Leistung, Zustand und zukünftige Systemtemperatur.

Behalten Wenn Die Leistung Reicht

Erreicht der vorhandene Radiator bei der geplanten Vorlauf- und Rücklauftemperatur mindestens die Raumheizlast, besteht aus thermischer Sicht kein zwingender Austauschgrund.

Darüber hinaus kann die hohe thermische Masse einen gleichmäßigen Wärmecharakter erzeugen.

Allerdings reagiert ein schwerer Gussradiator langsamer auf Regeländerungen.

Ersetzen Wenn Er Die Vorlauftemperatur Bestimmt

Kritisch wird ein Heizkörper dann, wenn genau ein Raum eine wesentlich höhere Vorlauftemperatur benötigt als der Rest des Hauses.

Dann zwingt ein einzelner kleiner Radiator möglicherweise die komplette Wärmepumpe zu einem ineffizienteren Temperaturniveau.

In diesem Fall kann ein größerer moderner Heizkörper sehr sinnvoll sein.

Gussheizkörper Leistung Immer Bei Der Richtigen Temperatur Bewerten

Die gussheizkörper leistung lässt sich nicht mit einem pauschalen Wattwert pro Rippe bestimmen.

Bauhöhe, Bautiefe und Temperaturpaarung verändern die Wärmeleistung erheblich. HG-TEC zeigt beispielsweise für einen 580 × 110 mm Gussradiator 72 W pro Glied bei 75/65/20 °C, aber nur 37 W bei 55/45/20 °C.

Deshalb lautet die richtige Reihenfolge:

Heizkörper vermessen → Leistung pro Glied bestimmen → Glieder zählen → auf die geplante Systemtemperatur umrechnen → mit der Raumheizlast vergleichen.

Erst danach lässt sich zuverlässig sagen, ob der alte Rippenheizkörper ausreichend dimensioniert ist.

Gerade vor dem Einbau einer Wärmepumpe lohnt sich diese Prüfung. Denn häufig müssen nicht alle Heizkörper ersetzt werden. Stattdessen reichen einzelne größere Heizflächen aus, um die Vorlauftemperatur im gesamten Haus zu senken.

Für eine überschlägige technische Kontrolle eignet sich außerdem der Heizkörperrechner des Bundesverbands Wärmepumpe. Er berücksichtigt unter anderem Vorlauf, Rücklauf, Innentemperatur sowie Abmessungen und Bauform des Heizkörpers.

Häufige Fragen Zur Gussheizkörper Leistung
Wie viel Watt hat ein alter Gussheizkörper pro Glied?
Es gibt keinen einheitlichen Wattwert pro Glied. Je nach Bauhöhe und Bautiefe können bei 75/65/20 °C beispielsweise etwa 50 bis über 200 Watt pro Glied auftreten. Zusätzlich sinkt die Leistung deutlich, wenn Vorlauf- und Rücklauftemperatur reduziert werden. Deshalb müssen Bauform und Temperaturpaarung immer gemeinsam betrachtet werden.
Wie berechne ich die Leistung eines Gussheizkörpers?
Zuerst bestimmen Sie Bauhöhe, Nabenabstand und Bautiefe. Anschließend suchen Sie in einer passenden Leistungstabelle den Wattwert pro Glied bei der gewünschten Temperaturpaarung. Diesen Wert multiplizieren Sie mit der Anzahl der vorhandenen Glieder. Das Ergebnis ist die überschlägige Gesamtwärmeleistung des Heizkörpers.
Wie verändert sich die Heizkörperleistung bei niedriger Vorlauftemperatur?
Die Heizleistung sinkt deutlich. Ein beispielhafter Gussradiator mit 580 mm Bauhöhe und 110 mm Bautiefe liefert pro Glied rund 72 Watt bei 75/65/20 °C, aber nur etwa 37 Watt bei 55/45/20 °C. Deshalb muss bei einer Wärmepumpe immer mit der tatsächlich geplanten Systemtemperatur gerechnet werden.
Sind alte Gussheizkörper für eine Wärmepumpe geeignet?
Das ist häufig möglich. Viele alte Rippenheizkörper besitzen große Heizflächen und wurden vergleichsweise großzügig dimensioniert. Entscheidend ist jedoch, ob ihre Wärmeleistung bei der gewünschten niedrigen Vorlauftemperatur noch mindestens der Raumheizlast entspricht. Oft müssen nur einzelne kritische Heizkörper ausgetauscht werden.
Wie groß muss ein Heizkörper für einen Raum sein?
Die richtige Größe ergibt sich aus der Raumheizlast und der Wärmeleistung des Heizkörpers bei der geplanten Systemtemperatur. Quadratmeter-Faustwerte eignen sich nur zur groben Orientierung. Für eine zuverlässige Dimensionierung sollten Außenflächen, Fenster, Dämmstandard, Raumtemperatur und örtliche Auslegungstemperatur berücksichtigt werden.
Was bedeuten 75/65/20 und 55/45/20 bei Heizkörpern?
Die erste Zahl steht für die Vorlauftemperatur, die zweite für die Rücklauftemperatur und die dritte für die Raumtemperatur. 75/65/20 °C bezeichnet somit 75 °C Vorlauf, 65 °C Rücklauf und 20 °C Raumtemperatur. Bei 55/45/20 °C ist die Temperaturdifferenz zum Raum kleiner, weshalb derselbe Heizkörper deutlich weniger Wärme abgibt.

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