Der Vaillant aroTHERM plus Test liefert ein gutes, aber differenziertes Ergebnis. Stiftung Warentest prüfte 2025 die aroTHERM plus VWL 105/8.1 A 400V zusammen mit der Hydraulikstation VWZ MEH 97/7 und dem Regler sensoCOMFORT. Das System erhielt das Qualitätsurteil Gut (2,3).
Damit gehörte Vaillant zur gut bewerteten Gruppe, war im 2025er-Test jedoch nicht Testsieger. Die Viessmann Vitocal 250-A erreichte in diesem Testfeld die Gesamtnote 2,0.
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Wichtig für die Einordnung: Nicht jede aroTHERM-plus-Leistungsgröße wurde separat getestet. Die häufig gesuchte VWL 75/6 A erhielt deshalb keine eigene Stiftung-Warentest-Note. Für sie lassen sich technische Messwerte und Praxiserfahrungen bewerten, aber die 2,3 darf nicht einfach auf dieses Modell übertragen werden.
Anders sieht es bei der historischen geoTHERM plus VWS 102/2 aus. Diese Sole-Wasser-Wärmepumpe wurde bereits 2007 von Stiftung Warentest geprüft und erhielt Gut (2,1) sowie den damaligen Testsieg.
VWL 105/8.1 A 400V + VWZ MEH 97/7
Gut (2,3)
Ausgabe 10/2025
Heizung, ohne Warmwasserbereitung
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Welche Vaillant aroTHERM plus wurde wirklich getestet?
Stiftung Warentest prüfte im Test 10/2025 die Kombination VWL 105/8.1 A 400V + VWZ MEH 97/7. Zusätzlich kam der sensoCOMFORT VRC 720/3 zum Einsatz.
Damit wurde kein isoliertes Außengerät bewertet, sondern ein konkretes Wärmepumpensystem. Die Außeneinheit gehört zur 10-kW-Klasse und arbeitet mit R290.
Das Gesamturteil lautete:
Gut (2,3)
Der Test sollte deshalb nicht pauschal auf jede aroTHERM plus übertragen werden. Die kleineren VWL 35/8.1, 55/8.1 und 75/8.1 sowie die ältere /6-Generation besitzen andere Leistungsdaten.
Was hat Stiftung Warentest überhaupt geprüft?
Der Testaufbau ist für die Interpretation mindestens so wichtig wie die Note.
Stiftung Warentest untersuchte Luft-Wasser-Monoblock-Wärmepumpen mit einem Heizkreis. Die Warmwasserbereitung war im Prüfprogramm ausdrücklich nicht aktiviert.
Bewertet wurden unter anderem:
- Energieeffizienz und Umwelteigenschaften im Heizbetrieb,
- Handhabung,
- Bedienung per App,
- Datenschutz,
- Verhalten unter unterschiedlichen Klimabedingungen.
Die Geräte wurden in einer Klimakammer geprüft. Dabei simulierten die Tester verschiedene Außentemperaturen und Heizsysteme.
Damit sagt die Note viel über den Heizbetrieb aus, aber nicht direkt darüber, wie effizient ein konkreter Haushalt mit Warmwasserbereitung arbeitet.
Ein Heizkreis unter standardisierten Klimabedingungen.
Die Trinkwarmwasserbereitung war im Test nicht aktiv.
Geschlossener Kältekreis im Außengerät.
Das getestete Vaillant-System verwendet Propan.
Ist Vaillant mit 2,3 Testsieger?
Nein.
Für den Stiftung-Warentest-Durchgang 2025 sollte die aroTHERM plus nicht als Testsieger bezeichnet werden.
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Vaillant erhielt Gut (2,3). Im selben Testfeld lag die Viessmann Vitocal 250-A mit Gut (2,0) davor. Alpha Innotec und Stiebel Eltron wurden ebenfalls gut bewertet.
Das ist wichtig, weil manche Webseiten alte Tests, unterschiedliche Modellgenerationen oder historische Vaillant-Tests miteinander vermischen.
Woher kommt die Bezeichnung „Vaillant Testsieger“?
Vaillant besitzt tatsächlich einen Stiftung-Warentest-Testsieg – allerdings aus einer ganz anderen Produktgeneration.
Die geoTHERM plus VWS 102/2 wurde 2007 getestet und erhielt damals:
Gut (2,1)
Testsieger
Dieses Ergebnis gehört zu einer Sole-Wasser-Wärmepumpe und darf nicht mit dem aktuellen aroTHERM-plus-Test verwechselt werden.
Ist die Note 2,3 gut?
Ja.
Bei einer technisch komplexen Heizungsanlage ist ein Stiftung-Warentest-Urteil von Gut (2,3) ein solides Ergebnis.
Allerdings sollte die Kaufentscheidung nicht ausschließlich von der Endnote abhängen. Eine Wärmepumpe kann im Labor gut abschneiden und trotzdem schlecht zum eigenen Gebäude passen, wenn sie falsch dimensioniert wird oder unnötig hohe Vorlauftemperaturen fahren muss.
Deshalb sind Heizlast, Heizflächen, Aufstellort und benötigte Vorlauftemperatur mindestens genauso wichtig wie eine Testnote.
Was spricht technisch für die aktuelle aroTHERM plus?
Die aktuelle /8.1-Generation arbeitet mit dem natürlichen Kältemittel R290 und ist in mehreren Leistungsgrößen verfügbar.
Vaillant bietet aktuell:
VWL 35/8.1
VWL 55/8.1
VWL 75/8.1
VWL 105/8.1
VWL 125/8.1
Die Geräte können im Heizbetrieb hohe Vorlauftemperaturen bereitstellen und sind deshalb sowohl für Neubauten als auch für viele Bestandsgebäude interessant.
Die getestete VWL 105/8.1 verwendet ebenfalls R290 und besitzt laut Stiftung Warentest einen deklarierten Außenschallpegel von 50 dB.
Wie effizient ist die aktuelle VWL 105/8.1?
Für die aktuelle VWL 105/8.1 nennt Vaillant unter A−7/W35 ungefähr:
10,58 kW Heizleistung
3,52 kW elektrische Leistung
COP 3,01
Bei A7/W35 liegt der COP deutlich höher.
Das zeigt einen typischen Wärmepumpeneffekt: Je milder die Außentemperatur und je niedriger die notwendige Heizwassertemperatur, desto effizienter arbeitet das System.
Für die Jahreskosten ist deshalb nicht der beste einzelne COP-Wert entscheidend, sondern die saisonale Effizienz über eine gesamte Heizperiode.
Was sagt der Test über den Altbau?
Stiftung Warentest kommt grundsätzlich zu dem Ergebnis, dass die getesteten Luft-Wasser-Wärmepumpen auch Einfamilienhäuser im Bestand beziehungsweise Altbauten beheizen können.
Allerdings sinkt die Effizienz mit höherem Wärmebedarf und steigender Vorlauftemperatur.
Eine Wärmepumpe ist deshalb nicht automatisch gut oder schlecht für einen Altbau. Entscheidend ist, wie viel Wärme das konkrete Gebäude benötigt und mit welcher Heizwassertemperatur die Heizkörper ausreichend Leistung liefern.
Gerade bei Vaillant ist die hohe mögliche Vorlauftemperatur technisch hilfreich. Wirtschaftlich bleibt jedoch ein möglichst niedriger Vorlauf das Ziel.
Vaillant aroTHERM plus VWL 75/6 A Test: Gibt es eine offizielle Testnote?
Für die VWL 75/6 A gibt es keine direkt übertragbare Stiftung-Warentest-Gesamtnote aus dem 2025er Test.
Die 2,3 gehört zur neueren und größeren VWL 105/8.1.
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Trotzdem lässt sich die VWL 75/6 technisch bewerten. Bei A−7/W35 liefert sie ungefähr:
7,0 kW Heizleistung
2,5 kW elektrische Leistung
COP 2,8
Bei A2/W35 werden etwa 3,1 kW Heizleistung und COP 4,1 erreicht. Unter A7/W35 liegen ungefähr 4,6 kW Heizleistung und COP 4,8 an.
Damit zeigt auch dieses Modell ordentliche Werte, allerdings sind technische Daten kein Ersatz für einen unabhängigen Vergleichstest.
7,0 kW
COP 2,8
3,1 kW
COP 4,1
4,6 kW
COP 4,8
ca. 53 dB(A)
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Wie laut ist die VWL 75/6 A?
Bei A7/W35 liegt die Schallleistung laut technischen Daten ungefähr bei 53 dB(A).
Bei höherer Heizwassertemperatur können etwa 55 dB(A) erreicht werden.
Im geräuschreduzierten Betrieb sinkt der Wert. Je nach Begrenzungsstufe liegen bei A−7/W35 ungefähr 46 bis 50 dB(A) an.
Dabei gibt es jedoch einen wichtigen Zusammenhang: Wird die Leistung im Flüsterbetrieb begrenzt, sinkt gleichzeitig die maximal verfügbare Heizleistung.
Deshalb sollte Nachtbetrieb immer zusammen mit Heizlast und Aufstellort geplant werden.
Ist die VWL 75/6 gut für einen Altbau?
Technisch bietet sie mehrere Vorteile.
Die Wärmepumpe verwendet R290 und kann Vorlauftemperaturen bis etwa 75 °C erzeugen. Zudem liefert sie bei A−7/W35 noch rund 7 kW.
Das macht sie grundsätzlich interessant für kleinere bis mittlere Bestandsgebäude.
Entscheidend bleibt jedoch, ob ungefähr 7 kW bei der regionalen Auslegungstemperatur tatsächlich ausreichen.
Ein Haus mit 10 oder 12 kW Heizlast wird durch eine VWL 75/6 nicht automatisch passend versorgt, nur weil hohe Vorlauftemperaturen möglich sind.
aroTHERM plus Test: Welche Schwächen sollte man beachten?
Die größte Schwäche ist nicht zwingend ein einzelnes Bauteil, sondern die Abhängigkeit vom Gesamtsystem.
Hohe Heiztemperaturen erhöhen den Stromverbrauch. Eine falsche Dimensionierung kann zu häufigem Takten oder verstärkter Heizstabnutzung führen. Zusätzlich können Standort und Schall problematisch werden, wenn die Außeneinheit ungünstig zwischen Wänden oder nahe Schlafzimmerfenstern steht.
Auch die Testnote selbst hat Grenzen: Stiftung Warentest prüfte das System ohne Warmwasserbereitung. Ein Haushalt mit hohem Warmwasserbedarf kann daher andere reale Verbrauchswerte erreichen.
Sind Nutzererfahrungen wichtiger als Stiftung Warentest?
Beides beantwortet unterschiedliche Fragen.
Ein standardisierter Test ermöglicht einen Vergleich unter identischen Bedingungen. Nutzerberichte zeigen dagegen, wie Anlagen im realen Gebäude über mehrere Heizperioden laufen.
Ein einzelner positiver oder negativer Erfahrungsbericht ist jedoch wenig aussagekräftig. Heizlast, Hydraulik, Heizkurve und Installationsqualität unterscheiden sich von Haus zu Haus.
Deshalb sollte eine Kaufentscheidung möglichst auf drei Ebenen beruhen:
unabhängiger Test + Herstellerdaten + reale Anlagenplanung
Vaillant geoTHERM plus VWS 102/2 Test: Warum ist das Ergebnis noch bekannt?
Die geoTHERM plus VWS 102/2 besitzt eine besondere Testhistorie.
Stiftung Warentest prüfte sie in Ausgabe 6/2007 zusammen mit anderen Sole-Wasser-Wärmepumpen.
Das Ergebnis:
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Gut (2,1)
Testsieger unter den damals geprüften Geräten
Besonders positiv bewerteten die Tester die Heizeffizienz, Konstruktion und Verarbeitung.
Auch die österreichische Verbraucherorganisation Konsument prüfte das Modell später und platzierte es mit 69 Prozent auf Rang 1 von sechs getesteten Geräten.
Trotzdem kein Vergleich mit aroTHERM plus
Die beiden Produktlinien unterscheiden sich fundamental.
geoTHERM VWS 102/2 ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, während aroTHERM plus Außenluft als Wärmequelle verwendet.
Hinzu kommen fast zwei Jahrzehnte technische Entwicklung und andere Prüfprogramme.
Die 2,1 aus 2007 kann deshalb nicht gegen die 2,3 aus 2025 gestellt werden, um daraus einen vermeintlichen Qualitätsverlust abzuleiten.
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Was bedeutet der alte geoTHERM-Testsieg heute?
Für Besitzer eines bestehenden VWS-102/2-Systems ist das historische Ergebnis weiterhin interessant. Es zeigt, dass das Gerät zum Zeitpunkt seiner Markteinführung zu den stärkeren getesteten Systemen gehörte.
Für einen heutigen Neukauf spielt die alte Testnote dagegen kaum eine Rolle.
Moderne Wärmepumpen arbeiten mit neuer Regeltechnik, anderen Verdichtern, effizienteren Pumpen und teilweise anderen Kältemitteln.
Wer eine alte geoTHERM ersetzen möchte, sollte deshalb die vorhandene Erdsonde oder Wärmequelle separat bewerten. Eine weiterhin funktionierende Erdquelle kann einen erheblichen Wert für ein neues Sole-Wasser-System besitzen.
Wie wichtig ist Stiftung Warentest bei der Kaufentscheidung?
Die Testnote ist ein gutes Qualitätsmerkmal, aber keine Gebäudeauslegung.
Ein Testgerät kann hervorragend sein und dennoch nicht zum eigenen Haus passen.
Vor dem Kauf sollten mindestens folgende Punkte feststehen:
- Gebäudeheizlast,
- benötigte Vorlauftemperatur,
- Heizkörper- beziehungsweise Flächenheizung,
- Warmwasserbedarf,
- Aufstellort und Schall,
- benötigte Geräteleistung,
- Installationsumfang.
Erst danach ist ein Modellvergleich wirklich sinnvoll.
Lohnt sich die aroTHERM plus trotz Platz 4 beziehungsweise Note 2,3?
Eine reine Ranglistenbetrachtung ist wenig sinnvoll.
Zwischen 2,0 und 2,3 liegen in einem Stiftung-Warentest-Gesamturteil mehrere einzelne Bewertungskriterien. Gleichzeitig kann das für das eigene Haus besser passende Gerät in der Praxis wirtschaftlicher arbeiten.
Vaillant bietet beispielsweise verschiedene Leistungsklassen von ungefähr 3 bis 12 kW. Dadurch kann ein Planer das System stärker an die tatsächliche Gebäudeheizlast anpassen.
Auch eine hohe maximale Vorlauftemperatur und R290 können für bestimmte Bestandsgebäude relevante Vorteile sein.
Welche aroTHERM plus sollte man wählen?
Nicht nach Testnote.
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Die getestete VWL 105/8.1 gehört zur 10-kW-Klasse. Ein Gebäude mit nur 5 kW Heizlast sollte deshalb nicht automatisch dieses Modell erhalten, nur weil genau diese Variante Stiftung Warentest geprüft hat.
Für kleinere Heizlasten stehen VWL 35/8.1, 55/8.1 und 75/8.1 zur Verfügung. Größere Gebäude können 105/8.1 oder 125/8.1 benötigen.
Wer ein konkretes Projekt plant, kann Wärmepumpenangebote für das eigene Gebäude vergleichen. Wichtig ist dabei, dass alle Angebote auf derselben Heizlast basieren.
aroTHERM plus ist gut getestet – aber kein pauschaler Testsieger
Der Vaillant aroTHERM plus Test fällt insgesamt positiv aus.
Stiftung Warentest bewertete 2025 die VWL 105/8.1 A 400V mit Hydraulikstation VWZ MEH 97/7 mit:
Gut (2,3)
Damit erzielte Vaillant ein gutes Ergebnis, war in diesem Testfeld jedoch nicht Testsieger.
Für die häufig gesuchte VWL 75/6 A existiert keine eigene Stiftung-Warentest-Gesamtnote aus diesem Test. Ihre technischen Werte – beispielsweise rund 7,0 kW und COP 2,8 bei A−7/W35 – sollten daher separat betrachtet werden.
Der historische Vaillant-Testsieger ist dagegen die geoTHERM plus VWS 102/2. Sie erhielt 2007 bei Stiftung Warentest Gut (2,1).
Die wichtigste Schlussfolgerung lautet deshalb:
Testnote prüfen → exakt getestetes Modell identifizieren → Heizlast vergleichen → Vorlauftemperatur prüfen → passende Leistung wählen.
So verhindert man, dass eine gute Testnote fälschlicherweise auf eine komplette Produktfamilie übertragen wird.



