Eine Vaillant Brauchwasserwärmepumpe erwärmt ausschließlich das Trinkwasser für Dusche, Bad und Küche. Im Unterschied zu einer klassischen Heizungswärmepumpe übernimmt sie deshalb nicht die Raumheizung. Genau diese Spezialisierung macht die aroSTOR plus besonders interessant, wenn eine bestehende Gas-, Öl- oder andere Heizungsanlage zunächst weiterlaufen soll.
Aktuell bietet Vaillant die aroSTOR plus mit ungefähr 200 und 260 Litern Speichervolumen an. Beide Größen gibt es jeweils als B-Version sowie als BM-Variante mit zusätzlichem Wärmetauscher.
Für drei bis vier Personen positioniert Vaillant vor allem die 200-Liter-Klasse. Die größeren Modelle mit etwa 260 Litern richten sich dagegen eher an Haushalte mit vier bis fünf Personen.
Technisch interessant ist außerdem die Effizienz. Je nach aktueller Variante liegt der COP bei A7/W55 ungefähr zwischen 3,09 und 3,43. Dabei arbeiten sämtliche aktuellen Modelle mit R290.
Wer heute nach älteren Geräten wie VWL BM 270/5 oder aroSTOR VWL BM 290/4 sucht, sollte jedoch unterscheiden: Diese Geräte gehören zu früheren Generationen. Für einen Neukauf sind deshalb aktuelle aroSTOR-plus-Modelle meist die bessere Vergleichsbasis.
Was macht eine Vaillant Brauchwasserwärmepumpe?
Eine Brauchwasserwärmepumpe verbindet einen Warmwasserspeicher mit einem kleinen Wärmepumpenkreislauf.
Dabei entzieht das Gerät der Raum- oder Außenluft Wärme.
Anschließend hebt der Kältekreis diese Umweltwärme auf ein höheres Temperaturniveau und überträgt sie auf das Trinkwasser im Speicher.
Dadurch muss nicht die gesamte benötigte Wärme elektrisch erzeugt werden.
Unterschied zur normalen Luft-Wasser-Wärmepumpe
Eine klassische Luft-Wasser-Wärmepumpe wie die aroTHERM plus versorgt das Gebäude mit Heizwärme und kann zusätzlich Warmwasser erzeugen.
Die aroSTOR konzentriert sich dagegen auf das Brauchwasser.
Das hat einen wichtigen praktischen Vorteil.
Besitzt ein Haus beispielsweise weiterhin eine Gasheizung, kann diese im Sommer ausgeschaltet bleiben. Die aroSTOR übernimmt währenddessen die Warmwasserbereitung.
Dadurch vermeidet man, dass ein großer Heizkessel monatelang nur für Dusche und Küche betrieben werden muss.
Außerdem lässt sich die Brauchwasserwärmepumpe relativ unabhängig von der späteren Heizungsmodernisierung planen.
Welche Vaillant Brauchwasserwärmepumpen gibt es aktuell?
Die aktuelle aroSTOR-plus-Reihe besteht aus vier Varianten:
VWL B 200/6
VWL BM 200/6
VWL B 260/6
VWL BM 260/6
Alle Modelle werden innen aufgestellt.
Darüber hinaus arbeiten sie mit 230 Volt und dem natürlichen Kältemittel R290.
VWL B 200/6
Die VWL B 200/6 besitzt ungefähr 202 Liter Nenninhalt.
Bei A7/W55 erreicht sie:
Heizleistung: 1,27 kW
elektrische Leistungsaufnahme: 0,40 kW
COP: 3,15
Damit eignet sie sich besonders für typische Drei- bis Vier-Personen-Haushalte.
VWL BM 200/6
Die BM-Ausführung besitzt aufgrund des zusätzlichen Wärmetauschers etwas weniger nutzbaren Speicherinhalt.
Vaillant nennt rund:
194 Liter
Der COP liegt bei A7/W55 bei ungefähr:
3,09
Dafür lässt sich ein zusätzlicher Wärmeerzeuger hydraulisch einbinden.
Vaillant Brauchwasserwärmepumpe 200 Liter: Für wen reicht sie?
Die Suchanfrage vaillant brauchwasserwärmepumpe 200 hat einen klaren Hintergrund.
Viele Eigentümer möchten wissen, ob ungefähr 200 Liter für einen normalen Haushalt ausreichend sind.
Vaillant ordnet die aktuelle 200-Liter-Klasse grundsätzlich Haushalten mit etwa drei bis vier Personen zu.
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Allerdings ist die Personenzahl nur der Ausgangspunkt.
Duschverhalten ist wichtiger als eine starre Personenzahl
Vier Personen, die morgens kurz duschen, benötigen weniger Warmwasser als drei Personen mit großer Badewanne und langen Duschzeiten.
Zusätzlich spielt eine Rolle, ob mehrere Zapfstellen gleichzeitig genutzt werden.
Deshalb sollte bei der Auslegung gefragt werden:
Wie viele Personen duschen hintereinander?
Gibt es eine große Badewanne?
Wie hoch ist die gewünschte Speichertemperatur?
Wie schnell soll der Speicher wieder aufgeheizt werden?
Erst danach lässt sich die richtige Größe bestimmen.
Für viele normale Einfamilienhäuser bleibt die 200-Liter-Klasse dennoch ein sinnvoller Ausgangspunkt.
Finde die passende Wärmepumpe für dein Vorhaben
Wähle deine Situation aus. Anschließend führen wir dich mit wenigen kurzen Fragen Schritt für Schritt zu passenden Angeboten aus deiner Umgebung.
Wann sind 260 Liter die bessere Wahl?
Bei höherem Verbrauch bietet die größere aroSTOR mehr Reserve.
Die VWL B 260/6 besitzt 260 Liter Nenninhalt.
Bei der VWL BM 260/6 sind es aufgrund des integrierten Wärmetauschers rund 252 Liter.
Vaillant sieht diese Klasse vor allem für ungefähr vier bis fünf Personen vor.
Der größere Speicher erreicht auch einen besseren COP
Interessanterweise bietet die VWL B 260/6 bei A7/W55 den höchsten COP der aktuellen Serie.
Die technischen Werte lauten ungefähr:
Heizleistung: 1,25 kW
Leistungsaufnahme: 0,36 kW
COP: 3,43
Bei A14/W55 steigt der COP sogar auf etwa 3,86.
Damit zeigt sich gleichzeitig, wie wichtig die Temperatur der angesaugten Luft für die Effizienz ist.
Je günstiger die Wärmequelle, desto weniger Strom muss der Verdichter einsetzen.
B oder BM: Was bedeutet der Wärmetauscher?
Dieser Unterschied ist bei der Kaufentscheidung wichtiger als wenige Liter Speicherinhalt.
Die B-Versionen besitzen keinen zusätzlichen Wärmetauscher für einen externen Wärmeerzeuger.
BM-Modelle enthalten dagegen einen integrierten Wärmetauscher mit ungefähr 1,05 m² Heizfläche.
Wann lohnt sich eine BM-Ausführung?
Eine BM-Variante ist insbesondere interessant, wenn neben der Wärmepumpe noch eine zweite Wärmequelle eingesetzt werden soll.
Dazu kann beispielsweise eine bestehende Heizung gehören.
Dadurch lässt sich die Warmwasserbereitung flexibler gestalten.
Wer dagegen ausschließlich die Brauchwasserwärmepumpe nutzen möchte, benötigt diese zusätzliche hydraulische Möglichkeit möglicherweise nicht.
Folglich sollte die Entscheidung nicht einfach „BM ist besser“ lauten.
Vielmehr muss geklärt werden, ob der Wärmetauscher im konkreten Anlagenkonzept tatsächlich genutzt wird.
Wie effizient arbeitet die aroSTOR plus?
Für eine Brauchwasserwärmepumpe ist der COP eine wichtige Vergleichsgröße.
Bei den aktuellen Vaillant-Modellen liegen die Werte unter A7/W55 ungefähr zwischen:
3,09 und 3,43
Bei wärmerer Ansaugluft unter A14/W55 erreichen die Geräte ungefähr:
3,56 bis 3,86
Damit kann aus einer Kilowattstunde elektrischer Energie rechnerisch deutlich mehr als eine Kilowattstunde Wärme entstehen.
COP ist nicht gleich Jahresstromverbrauch
Trotzdem darf der Prüfwert nicht direkt mit den realen Jahreskosten gleichgesetzt werden.
Im Alltag schwanken:
- Lufttemperatur,
- Warmwassertemperatur,
- Zapfmenge,
- Bereitschaftsverluste,
- Nutzung des Heizstabs,
- Betriebszeiten.
Deshalb kann dieselbe aroSTOR in zwei Haushalten unterschiedliche Stromverbräuche verursachen.
Gerade eine unnötig hohe Speichertemperatur verschlechtert die Effizienz.
Welchen Einfluss hat der Aufstellraum?
Die aroSTOR nutzt Luft als Wärmequelle.
Deshalb hat der Aufstellraum direkten Einfluss auf den Betrieb.
Besonders interessant sind Technikräume, Keller oder Räume mit ohnehin anfallender Abwärme.
Während des Betriebs wird die angesaugte Luft abgekühlt.
Außerdem entzieht das Gerät der Luft Feuchtigkeit.
Keller können zusätzlich entfeuchtet werden
Dieser Effekt kann in bestimmten Kellerräumen willkommen sein.
Die Brauchwasserwärmepumpe produziert Warmwasser und trocknet gleichzeitig die Raumluft etwas.
Allerdings sollte die Auskühlung nicht unterschätzt werden.
Wird ständig Wärme aus einem kleinen Keller entnommen, muss diese Energie letztlich irgendwoher nachströmen.
Deshalb ist kostenlose Kellerwärme nicht automatisch unbegrenzt verfügbar.
Eine gute Planung berücksichtigt folglich Raumgröße, Luftführung und Wärmequellen.
Brauchwasserwärmepumpe mit Außenluft betreiben
Alternativ können Luftkanäle eingesetzt werden.
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Dann lässt sich Außenluft ansaugen oder kalte Abluft gezielt nach außen führen.
Dadurch kann der Aufstellraum thermisch stärker vom Betrieb entkoppelt werden.
Allerdings steigen Installationsaufwand und Platzbedarf für die Luftleitungen.
Zusätzlich muss berücksichtigt werden, dass sehr kalte Außenluft den COP reduziert.
Die aktuelle aroSTOR plus kann grundsätzlich auch bei niedrigen Lufttemperaturen betrieben werden.
Für die Jahreswirtschaftlichkeit bleibt wärmere Ansaugluft jedoch vorteilhaft.
Vaillant Brauchwasserwärmepumpe VWL BM 270/5
Die VWL BM 270/5 gehört zur Vorgängergeneration.
Sie wird weiterhin intensiv gesucht, weil viele Geräte noch in Betrieb sind und Restbestände im Handel auftauchen.
Das Modell besitzt ungefähr 265 Liter Speicherinhalt und einen zusätzlichen Wärmetauscher.
Bei A7/W55 liegt der COP ungefähr bei 3,0.
Neu kaufen oder aktuellen Nachfolger wählen?
Genau hier sollte ein Preisvergleich nicht beim Kaufpreis enden.
Restbestände der VWL BM 270/5 werden teilweise noch für mehr als 3.000 Euro angeboten.
Aktuelle 260/6-Modelle können dagegen je nach Händler günstiger angeboten werden und erreichen gleichzeitig bessere Effizienzwerte.
Daher sollte man bei einer unbenutzten alten 270/5 unbedingt vergleichen:
Preis → COP → Garantie → Ersatzteilstatus → aktuelle Generation
Allein die größere Modellnummer 270 bedeutet nicht, dass das ältere Gerät automatisch die bessere Wahl ist.
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Vaillant aroSTOR VWL BM 290/4: Was ist das für ein Modell?
Noch älter ist die gesuchte VWL BM 290/4.
Dieses Gerät gehört ebenfalls zu einer früheren aroSTOR-Generation.
Die offizielle Vaillant-Dokumentation nennt für die BM-Ausführung ungefähr:
290 Liter Speicherinhalt
697 mm Außendurchmesser
1.658 mm Höhe
120 kg Leergewicht
Der integrierte Wärmetauscher besitzt etwa:
1,45 m² Fläche
Damit war das Gerät konstruktiv deutlich anders aufgebaut als die aktuelle 200/6- und 260/6-Serie.
Für Bestandsanlagen weiterhin relevant
Wer bereits eine VWL BM 290/4 besitzt, benötigt diese technischen Angaben beispielsweise bei Wartung oder Ersatzplanung.
Für einen neuen Einbau würde ich dagegen nicht allein aufgrund eines günstigen Gebrauchtpreises zu diesem Modell greifen.
Schließlich müssen Alter, Ersatzteilversorgung und Zustand berücksichtigt werden.
Die aktuelle aroSTOR plus bietet darüber hinaus modernere Regelung, R290 und aktuelle Effizienzdaten.
Welche Unterschiede gibt es zwischen 290/4, 270/5 und 260/6?
Die Modellnummern zeigen gleichzeitig unterschiedliche Produktgenerationen.
Sie sollten deshalb nicht einfach nur nach Speichervolumen sortiert werden.
VWL BM 290/4: ältere Generation, etwa 290 Liter
VWL BM 270/5: spätere Vorgängergeneration, etwa 265 Liter
VWL BM 260/6: aktuelle Generation, etwa 252 Liter
Weniger Liter können technisch trotzdem besser sein
Ein aktuelles Gerät muss nicht größer sein, um die bessere Wahl darzustellen.
Verbesserte Dämmung, effizienterer Kältekreis und geänderte Warmwasserleistung können wichtiger sein als zehn oder zwanzig Liter nominelles Speichervolumen.
Deshalb sollte der Vergleich nicht lauten:
„Welche hat den größten Speicher?“
Sinnvoller ist:
„Welche liefert meinen Warmwasserbedarf mit möglichst wenig Strom?“
Was kostet eine Vaillant Brauchwasserwärmepumpe?
Aktuelle Onlinepreise liefern eine gute Orientierung für den reinen Gerätepreis.
Die aroSTOR plus VWL B 200/6 wird derzeit beispielsweise um ungefähr 2.300 Euro angeboten.
Für die VWL BM 200/6 mit Wärmetauscher liegen aktuelle Händlerpreise grob zwischen 2.500 und 2.650 Euro.
Bei der 260-Liter-Klasse bewegen sich Angebote ungefähr in einer ähnlichen Größenordnung.
Aktuelle Preisorientierung
Als grobe Marktübersicht:
VWL B 200/6: ca. 2.300 €
VWL BM 200/6: ca. 2.500–2.650 €
VWL B 260/6: ca. 2.370 €
VWL BM 260/6: ca. 2.560 €
Diese Werte sind nur aktuelle Händlerbeispiele.
Deshalb sollten sie nicht als dauerhafte Herstellerpreise verstanden werden.
Zusätzlich entstehen Installationskosten.
Welche Installationskosten kommen zum Gerätepreis hinzu?
Die Installation einer Brauchwasserwärmepumpe ist normalerweise weniger umfangreich als ein kompletter Heizungstausch.
Trotzdem muss das Gerät fachgerecht angeschlossen werden.
Dazu gehören insbesondere:
Passend zum Thema: Wärmepumpe Vaillant Kosten: Gerätepreis, Montage und Gesamtpreis
Trinkwasseranschluss, Sicherheitsgruppe, Kondensatableitung und Stromversorgung.
Je nach Installation kommen Luftkanäle hinzu.
Bei BM-Modellen muss außerdem der externe Wärmeerzeuger eingebunden werden.
Selbstmontage ist nicht nur eine Frage des Aufstellens
In Foren wird häufig diskutiert, ob eine aroSTOR einfach selbst installiert werden kann.
Elektrisch ist ein 230-Volt-Gerät zunächst weniger komplex als eine große Heizungswärmepumpe.
Allerdings arbeitet die Anlage mit Trinkwasser.
Damit gelten hygienische und sicherheitstechnische Anforderungen.
Darüber hinaus muss die Kondensatableitung zuverlässig funktionieren.
Deshalb sollte zumindest die Trinkwasserinstallation von einem geeigneten Fachbetrieb geprüft beziehungsweise ausgeführt werden.
Lohnt sich eine Vaillant Brauchwasserwärmepumpe finanziell?
Das hängt davon ab, welche bisherige Warmwasserbereitung ersetzt wird.
Besonders interessant ist der Vergleich mit einem direkten elektrischen Warmwasserspeicher.
Ein klassischer Elektroboiler erzeugt eine Kilowattstunde Wärme ungefähr aus einer Kilowattstunde Strom.
Eine Brauchwasserwärmepumpe kann dagegen unter günstigen Bedingungen aus derselben Strommenge ein Mehrfaches an Wärme bereitstellen.
Bei bestehender Gasheizung ist die Rechnung komplexer
Wird dagegen Warmwasser bisher mit Gas erzeugt, hängt die Wirtschaftlichkeit von mehreren Faktoren ab.
Dazu gehören:
Gaspreis, Strompreis, Kesselwirkungsgrad und Bereitschaftsverluste.
Besonders im Sommer kann die aroSTOR trotzdem interessant sein.
Dann bleibt die große Heizung vollständig ausgeschaltet.
Dadurch entfallen die häufig ineffizienten kurzen Betriebszyklen ausschließlich für die Warmwasserbereitung.
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aroSTOR mit Photovoltaik kombinieren
Für PV-Besitzer besitzt die Brauchwasserwärmepumpe einen zusätzlichen Vorteil.
Die aktuelle aroSTOR plus ist für die Kombination mit Photovoltaik vorbereitet.
Damit kann die Warmwasserbereitung bevorzugt in Zeiten mit Solarüberschuss stattfinden.
Warmwasserspeicher wird zum thermischen Energiespeicher
Scheint mittags viel Sonne, kann die Wärmepumpe das Wasser gezielt aufheizen.
Die gespeicherte Wärme wird anschließend am Abend beim Duschen genutzt.
Dadurch steigt der PV-Eigenverbrauch.
Gleichzeitig muss diese Energie nicht zwangsläufig in einer Batterie zwischengespeichert werden.
Wer noch vor der PV-Planung steht, kann mit einem Photovoltaik-Rechner die passende Anlagengröße für das eigene Haus abschätzen.
Bei einer geplanten Neuinstallation lassen sich außerdem Photovoltaik-Angebote für das eigene Dach vergleichen.
Die Warmwasserbereitung sollte dabei allerdings nur ein Teil des gesamten PV-Verbrauchskonzepts sein.
Wie viel Strom benötigt eine Brauchwasserwärmepumpe?
Eine pauschale Zahl ist wenig sinnvoll.
Personenzahl und Warmwasserbedarf unterscheiden sich erheblich.
Für eine überschlägige Rechnung kann jedoch der Warmwasserwärmebedarf durch eine angenommene Jahresarbeitszahl geteilt werden.
Beispiel:
Ein Haushalt benötigt jährlich:
2.500 kWh Wärme für Warmwasser
Bei einer JAZ von 3:
2.500 ÷ 3 = ca. 833 kWh Strom
Bei 3,5 wären es:
2.500 ÷ 3,5 = ca. 714 kWh
Zusätzlich entstehen Speicher- und Bereitschaftsverluste.
Deshalb eignet sich die Rechnung vor allem als Planungsorientierung.
Lesetipp: Daikin Wärmepumpen im Großen Vergleich 2026: Welches Altherma-Modell passt zu Ihrem Haus?
aroSTOR oder komplette Heizungswärmepumpe?
Eine Brauchwasserwärmepumpe ist keine Alternative zu einer Heizungswärmepumpe, wenn auch die Raumheizung ersetzt werden soll.
Sie erfüllt lediglich eine andere Aufgabe.
aroSTOR passt gut bei bestehender Heizung
Soll eine vorhandene Gas- oder Ölheizung zunächst bleiben, kann aroSTOR einen klar abgegrenzten Verbrauchsbereich elektrifizieren.
Das reduziert insbesondere den Sommerbetrieb der alten Heizung.
Bei vollständigem Heizungstausch neu rechnen
Wird dagegen ohnehin eine Luft-Wasser-Wärmepumpe installiert, kann diese meist ebenfalls die Warmwasserbereitung übernehmen.
Dann ist ein separater aroSTOR nicht zwangsläufig notwendig.
Wer genau diese größere Modernisierung plant, kann passende Wärmepumpenlösungen und Fachbetriebe vergleichen.
Entscheidend sind anschließend Heizlast, Warmwasserbedarf und Anlagenkonzept.
Wann ist die 200-Liter-aroSTOR die sinnvollste Wahl?
Die aktuelle 200-Liter-Klasse ist vor allem interessant, wenn der Haushalt drei bis vier Personen umfasst und der Warmwasserverbrauch normal bleibt.
Zusätzlich benötigt sie weniger Bauhöhe als die 260-Liter-Version.
Dadurch kann sie leichter in niedrigeren Kellern oder Technikräumen untergebracht werden.
Wann sollte man trotzdem 260 Liter wählen?
Mehr Speicher ist sinnvoll, wenn regelmäßig mehrere Personen direkt hintereinander duschen.
Auch eine Badewanne erhöht den Spitzenbedarf.
Gleichzeitig sollte ein Speicher aber nicht unnötig groß dimensioniert werden.
Denn zusätzliches Speichervolumen verursacht höhere Bereitschaftsverluste.
Die richtige Größe liegt deshalb zwischen Warmwasserkomfort und möglichst geringen Verlusten.
Vaillant Brauchwasserwärmepumpe nach Bedarf statt Literzahl auswählen
Eine Vaillant Brauchwasserwärmepumpe eignet sich besonders zur unabhängigen und elektrischen Warmwasserbereitung.
Die aktuelle aroSTOR-plus-Reihe umfasst 200- und 260-Liter-Klassen.
Dabei stehen jeweils Varianten mit und ohne zusätzlichen Wärmetauscher zur Verfügung.
Die VWL B 200/6 erreicht bei A7/W55 einen COP von ungefähr 3,15.
Bei der größeren VWL B 260/6 steigt dieser Wert auf ungefähr 3,43.
Für normale Drei- bis Vier-Personen-Haushalte ist die 200-Liter-Klasse häufig ausreichend. Vier bis fünf Personen beziehungsweise ein hoher Warmwasserbedarf sprechen eher für 260 Liter.
Ältere Modelle wie VWL BM 270/5 und VWL BM 290/4 bleiben vor allem für Besitzer bestehender Anlagen und bei Restbeständen interessant.
Für eine Neuanschaffung sollte dagegen die aktuelle Generation zuerst verglichen werden.
Die sinnvolle Auswahl folgt deshalb dieser Reihenfolge:
Personenzahl → Warmwasserverbrauch → 200 oder 260 Liter → B oder BM → Aufstellraum → PV-Nutzung → Gerätepreis → Installationskosten.
So lässt sich vermeiden, dass lediglich nach Speichergröße oder einem vermeintlich günstigen Restposten entschieden wird.



