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Vaillant Wärmepumpe für Altbau: Wann aroTHERM plus wirklich passt

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Eine Vaillant Wärmepumpe für Altbau kann auch mit vorhandenen Heizkörpern effizient funktionieren. Entscheidend ist allerdings nicht das Baujahr des Hauses. Viel wichtiger sind Heizlast, erforderliche Vorlauftemperatur, Heizkörpergröße und der energetische Zustand des Gebäudes.

Für viele Modernisierungen steht bei Vaillant besonders die aroTHERM plus im Mittelpunkt. Die aktuelle Luft-Wasser-Wärmepumpe arbeitet mit R290, ist in Leistungsgrößen von 3 bis 12 kW erhältlich und kann im Wärmepumpenbetrieb bis zu 75 °C Vorlauftemperatur bereitstellen. Trotzdem sollte diese Maximaltemperatur nicht mit einer empfehlenswerten Dauerbetriebstemperatur verwechselt werden.

Für einen effizienten Betrieb gilt vielmehr: Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, desto besser.

Vaillant empfiehlt deshalb, dass vorhandene Heizkörper das Haus möglichst auch am kalten Auslegungstag mit höchstens ungefähr 55 °C Vorlauf ausreichend beheizen können.

Das bedeutet zugleich: Eine Fußbodenheizung ist keine zwingende Voraussetzung.

Vaillant Wärmepumpe im Altbau: Kurzantwort
Altbau: Grundsätzlich geeignet, wenn Heizlast, Heizflächen und Systemtemperaturen zusammenpassen.
Heizkörper: Eine Fußbodenheizung ist nicht zwingend erforderlich. Ausreichend große Radiatoren können weiterverwendet werden.
55-Grad-Check: Bleibt das Haus auch mit ungefähr 55 °C Vorlauf warm, sind die Voraussetzungen häufig günstig.
aroTHERM plus: 3 bis 12 kW, R290 und bis zu 75 °C mögliche Vorlauftemperatur.
Entscheidend: Nicht das Baujahr, sondern Heizlast und notwendige Vorlauftemperatur bestimmen die Eignung.

Funktioniert eine Vaillant Wärmepumpe im Altbau?

Grundsätzlich ja.

Vaillant weist selbst darauf hin, dass Wärmepumpen auch in älteren Gebäuden eingesetzt werden können.

Dabei sollte allerdings immer das konkrete Gebäude geprüft werden.

Besonders wichtig sind vier Punkte:

  • bisheriger Energieverbrauch,
  • energetischer Zustand,
  • Wärmeverteilsystem,
  • Aufstellmöglichkeiten.

Das Baujahr allein reicht dagegen nicht aus.

Unabhängige Feldmessungen bestätigen den Einsatz im Bestand

Interessant sind hierzu die Ergebnisse des Fraunhofer ISE.

Im Projekt „WP-QS im Bestand“ wurden 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden über mehrere Jahre untersucht.

Die Gebäude stammten aus sehr unterschiedlichen Baujahren.

Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten im Mittel eine Jahresarbeitszahl von etwa 3,4.

Erdreich-Wärmepumpen kamen auf ungefähr 4,3.

Zudem ließ sich in dieser Untersuchung kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Gebäudealter und Effizienz feststellen.

Damit wird klar: Nicht „Altbau oder Neubau?“ ist die wichtigste Frage.

Entscheidender lautet sie:

Wie gut passt die Wärmepumpe zum tatsächlichen Heizsystem des Hauses?

Der 55-Grad-Check für den Altbau

Eine der praktischsten Vorprüfungen ist die Vorlauftemperatur.

Vaillant nennt für bestehende Heizkörper einen Wert von maximal ungefähr 55 °C am kältesten Tag, wenn dabei rund 20 °C Raumtemperatur erreicht werden.

Das ist kein universeller gesetzlicher Grenzwert.

Dennoch eignet sich die Größenordnung hervorragend für eine erste technische Beurteilung.

So funktioniert der Praxistest

An einem kalten Wintertag wird die bestehende Heizung so eingestellt, dass der Vorlauf ungefähr 50 bis 55 °C nicht überschreitet.

Anschließend bleiben die Thermostatventile möglichst weit geöffnet.

Werden sämtliche Räume ausreichend warm, besitzt das Gebäude häufig gute Voraussetzungen für eine Wärmepumpe.

Bleiben dagegen nur ein oder zwei Zimmer zu kalt, muss nicht automatisch das komplette Haus saniert werden.

Häufig reicht bereits der Austausch einzelner Heizkörper.

Dadurch vergrößert sich die Wärmeübertragungsfläche und die notwendige Vorlauftemperatur sinkt.

Ist Ihr Altbau für eine Vaillant Wärmepumpe geeignet?
Bis ca. 50 °C
Sehr gute Basis
Niedrige Systemtemperatur spricht für effizienten Betrieb.
Ca. 50–55 °C
Gut prüfbar
Vaillant nennt etwa 55 °C als wichtige Orientierung für bestehende Heizkörper.
Ca. 55–60 °C
Genauer prüfen
Heizkörperoptimierung kann die nötige Temperatur senken.
Dauerhaft über 60 °C
Optimierung prüfen
Heizflächen, Wärmebedarf und Gebäudemaßnahmen zuerst analysieren.
Die Temperaturbereiche sind Planungsorientierungen und ersetzen keine Heizlast- und Heizkörperberechnung.
 
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Braucht eine Vaillant Wärmepumpe im Altbau Fußbodenheizung?

Nein.

Gerade bei diesem Thema halten sich viele ältere Aussagen hartnäckig.

Eine Fußbodenheizung ist zwar ideal, weil sie mit niedrigen Temperaturen arbeitet.

Große klassische Heizkörper können jedoch ebenfalls ausreichend Wärme abgeben.

Größe des Heizkörpers ist wichtiger als sein Alter

Ein alter Radiator muss nicht automatisch ersetzt werden.

Entscheidend ist seine Heizleistung bei der später vorgesehenen Systemtemperatur.

Je größer seine Oberfläche ist, desto mehr Wärme kann er auch bei niedrigerem Vorlauf übertragen.

Deshalb können großzügig dimensionierte ältere Radiatoren überraschend gut zu einer Wärmepumpe passen.

Genau das zeigt ein Vaillant-Praxisprojekt in Kaufungen.

Dort arbeitet eine aroTHERM plus in einem Einfamilienhaus aus dem Jahr 1950 weiterhin mit den vorhandenen Heizkörpern.

Die Systemtemperaturen liegen bei ungefähr 55 °C Vorlauf und 45 °C Rücklauf.

Für das System wird eine Jahresarbeitszahl von 3,7 angegeben.

Praxisbeispiel: 1950er Haus mit aroTHERM plus

Das Einfamilienhaus in Kaufungen besitzt rund 140 m² Wohnfläche.

Fassade und Dach wurden gedämmt, zudem kamen neue Fenster hinzu.

Trotzdem war zunächst geplant worden, sämtliche vorhandenen Heizkörper zu ersetzen.

Eine detailliertere Untersuchung zeigte anschließend, dass dies nicht notwendig war.

Alte Radiatoren konnten bleiben

Die vorhandenen Heizkörper waren ausreichend groß dimensioniert.

Dadurch konnten sie die Räume bereits mit moderaten Systemtemperaturen versorgen.

Installiert wurde eine aroTHERM plus mit etwa 7 kW Leistung.

Laut Vaillant-Praxisbericht lag die gemessene Jahresarbeitszahl bei ungefähr 3,7.

Selbst bei Temperaturen um -15 °C habe das Gebäude ausreichend Wärme erhalten, ohne dass der elektrische Heizstab benötigt worden sei.

Das Beispiel sollte nicht pauschal auf jedes Haus übertragen werden.

Es zeigt jedoch sehr deutlich:

Altbau + alte Heizkörper bedeutet nicht automatisch Wärmepumpen-Ausschluss.

Vaillant Praxisbeispiel: Altbau von 1950
Baujahr
1950
Wohnfläche
140 m²
Vorlauf / Rücklauf
55 / 45 °C
Jahresarbeitszahl
3,7
Heizkörper
vorhandene Radiatoren
Wärmepumpe
aroTHERM plus
Hersteller-Praxisbeispiel aus Kaufungen. Einzelne Gebäudeergebnisse lassen sich nicht automatisch auf andere Altbauten übertragen.

Hochtemperatur Wärmepumpe für Altbau: Was kann Vaillant?

Die aktuelle aroTHERM plus kann im Wärmepumpenbetrieb bis zu 75 °C Vorlauftemperatur erreichen.

Dadurch besitzt sie deutlich mehr Temperaturreserve als ältere Wärmepumpengenerationen.

Gerade bei Bestandsgebäuden kann das hilfreich sein.

Allerdings darf aus dieser Zahl kein falscher Schluss gezogen werden.

75 °C bedeutet nicht „am besten bei 75 °C betreiben“

Eine Wärmepumpe muss stärker arbeiten, wenn sie heißeres Heizwasser bereitstellt.

Folglich steigt normalerweise der Strombedarf.

Auch die aktuellen Vaillant-Daten zeigen diesen Zusammenhang.

Die saisonale Effizienz ηs liegt bei 35 °C deutlich höher als bei 55 °C.

Deshalb ist eine Hochtemperaturfähigkeit vor allem eine technische Reserve.

Im normalen Heizbetrieb sollte die Vorlauftemperatur möglichst weit abgesenkt werden.

Praktisch bedeutet das:

Ein Haus, das nur an wenigen extrem kalten Tagen 60 °C benötigt, kann deutlich interessanter sein als ein Gebäude, das über Wochen dauerhaft 70 °C verlangt.

Welche aroTHERM-plus-Leistung braucht ein Altbau?

Diese Frage lässt sich nicht anhand der Wohnfläche allein beantworten.

Ein 150-m²-Altbau kann 6 kW Heizlast haben.

Ein anderes Gebäude gleicher Größe kann dagegen 12 kW benötigen.

Deshalb ist eine Heizlastberechnung wesentlich wichtiger als eine pauschale Formel pro Quadratmeter.

Aktuelle Baureihe von 3 bis 12 kW

Vaillant bietet die aroTHERM plus derzeit in fünf Leistungsstufen an:

3 kW
5 kW
7 kW
10 kW
12 kW

Darüber hinaus können für größere Leistungen mehrere Geräte kombiniert werden.

Bei der Auswahl sollte jedoch nicht die nominale Zahl auf dem Modellnamen allein betrachtet werden.

Relevant ist die Heizleistung bei niedriger Außentemperatur und der im Gebäude benötigten Vorlauftemperatur.

Außerdem zählt die minimale Modulationsleistung.

Denn eine überdimensionierte Wärmepumpe kann in Übergangszeiten unnötig häufig ein- und ausschalten.

Vaillant Luft-Wärmepumpe im Altbau: Warum Luft-Wasser häufig gewählt wird

Für Modernisierungen sind Luft-Wasser-Wärmepumpen besonders verbreitet.

Lesetipp: Wolf Hybridheizung: Das moderne Zusammenspiel von Gas Brennwert und Wärmepumpe

Der Hauptgrund ist die vergleichsweise einfache Erschließung der Wärmequelle.

Eine Erdsonde oder ein großer Erdkollektor ist nicht erforderlich.

Die aroTHERM plus wird stattdessen außerhalb des Gebäudes aufgestellt.

Altbau-Nachrüstung wird dadurch einfacher

Gerade bei bestehenden Grundstücken bietet das Vorteile.

Eine Tiefenbohrung entfällt.

Ebenso muss der Garten nicht großflächig geöffnet werden.

Dennoch sind Aufstellort, Schall, Leitungsweg und Kondensatablauf zu berücksichtigen.

Zusätzlich benötigt das Gebäude Innentechnik für Hydraulik und Warmwasser.

Wer bereits in einer frühen Planungsphase verschiedene Fachbetriebe und Systemlösungen gegenüberstellen möchte, kann passende Wärmepumpenangebote für das eigene Gebäude vergleichen.

Der Vergleich sollte jedoch erst nach einer zumindest groben Heizlast- und Heizkörperprüfung erfolgen.

aroTHERM plus: wichtige Daten für den Altbau
Wärmequelle
Luft / Wasser
Leistungsgrößen
3–12 kW
Kältemittel
R290
Max. Vorlauf
bis 75 °C
Warmwasseroption
uniTOWER 190 l
Wichtig: 75 °C sind eine technische Maximaltemperatur. Für einen effizienten Dauerbetrieb sollte die notwendige Vorlauftemperatur möglichst niedriger liegen.

Muss ein Altbau zuerst komplett gedämmt werden?

Nein.

Eine vollständige energetische Sanierung ist keine zwingende Voraussetzung für jede Wärmepumpe.

Dennoch kann eine Verbesserung der Gebäudehülle wirtschaftlich sinnvoll sein.

Denn jede eingesparte Kilowattstunde Wärme reduziert später auch den Strombedarf der Anlage.

Kleine Maßnahmen können bereits viel verändern

Interessant sind insbesondere:

  • oberste Geschossdecke,
  • Dach,
  • problematische Fenster,
  • Rollladenkästen,
  • Kellerdecke,
  • einzelne schlecht gedämmte Bauteile.

Solche Maßnahmen können die Heizlast reduzieren, ohne dass das gesamte Haus auf Neubau-Niveau gebracht werden muss.

Darüber hinaus kann eine niedrigere Heizlast eine kleinere Wärmepumpe ermöglichen.

Das reduziert gegebenenfalls Investitionskosten und verbessert den Teillastbetrieb.

Deshalb sollte bei einem ohnehin geplanten Umbau geprüft werden, welche Sanierungsmaßnahmen ein besonders gutes Verhältnis von Kosten zu Heizlastsenkung besitzen.

 
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Was passiert bei einem völlig ungedämmten Altbau?

Auch dann ist eine Wärmepumpe nicht automatisch ausgeschlossen.

Allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit, dass hohe Vorlauftemperaturen und eine große Heizleistung erforderlich werden.

Dadurch verschlechtert sich die Wirtschaftlichkeit.

Vor der Entscheidung drei Werte bestimmen

Erstens sollte der tatsächliche Jahreswärmebedarf bekannt sein.

Zweitens braucht man eine Heizlastberechnung.

Drittens muss geprüft werden, welche Vorlauftemperatur an kalten Tagen notwendig ist.

Erst danach lässt sich beurteilen, ob eine monovalente aroTHERM plus sinnvoll ist.

Falls die erforderliche Leistung außergewöhnlich hoch bleibt, können zunächst Heizflächen oder Gebäudehülle optimiert werden.

Eine pauschale Entscheidung ausschließlich anhand des Baujahrs wäre dagegen wenig sinnvoll.

Welche Effizienz ist im Altbau realistisch?

Die reale Jahresarbeitszahl hängt stärker von der Gesamtanlage als vom Markenlogo ab.

Dennoch liefern aktuelle Feldmessungen eine gute Orientierung.

Fraunhofer untersuchte Luft-Wasser-Systeme in realen Bestandsgebäuden.

Im Durchschnitt erreichten diese ungefähr JAZ 3,4.

Die Spanne lag allerdings zwischen 2,6 und 4,9.

Die große Spannweite ist besonders wichtig

Eine JAZ von 2,6 und eine JAZ von 4,9 führen bei identischem Wärmebedarf zu völlig unterschiedlichen Stromkosten.

Das zeigt, wie entscheidend Planung und Einstellung sind.

Vorlauftemperatur, Dimensionierung, Heizkurve, Warmwasser und Hydraulik beeinflussen das Ergebnis erheblich.

Daher sollte man nicht allein fragen:

„Ist aroTHERM plus effizient?“

Besser lautet die Frage:

„Wie effizient wird aroTHERM plus in meinem konkreten Gebäude betrieben?“

Beispiel: 18.000 kWh Wärmebedarf
JAZ 3,0
6.000 kWh
Strom pro Jahr
JAZ 3,5
ca. 5.143 kWh
Strom pro Jahr
JAZ 4,0
4.500 kWh
Strom pro Jahr
Formel: Jahreswärmebedarf ÷ Jahresarbeitszahl = ungefährer Wärmepumpenstrom. Warmwasser und verwendete Bilanzgrenze müssen bei einer genauen Berechnung berücksichtigt werden.

Stromverbrauch im Altbau berechnen

Für eine einfache Abschätzung eignet sich folgende Formel:

Jahreswärmebedarf ÷ JAZ = Wärmepumpenstrom

Angenommen, ein Altbau benötigt 18.000 kWh Nutzwärme pro Jahr.

Bei JAZ 3:

18.000 ÷ 3 = 6.000 kWh Strom

Bei JAZ 3,5:

18.000 ÷ 3,5 = ca. 5.143 kWh

Lesetipp: Energetische Sanierung 2026 im Altbau: Reihenfolge, Kosten und Förderung richtig planen

Bei JAZ 4:

18.000 ÷ 4 = 4.500 kWh

Damit spart der Sprung von JAZ 3 auf 4 bereits:

1.500 kWh Strom pro Jahr

Der persönliche Strompreis kann anschließend eingesetzt werden.

Dadurch bleibt die Berechnung auch bei veränderten Tarifen aktuell.

Vaillant Wärmepumpe Altbau Kosten: Was beeinflusst den Preis?

Im Altbau ist der reine Wärmepumpenpreis häufig nur ein Teil des Gesamtprojekts.

Zusätzlich können Elektroarbeiten, Fundament und hydraulische Anpassungen notwendig sein.

Hinzu kommen eventuell größere Heizkörper.

Besonders diese Positionen prüfen

Ein vollständiges Angebot sollte enthalten:

  • Wärmepumpe,
  • Inneneinheit,
  • Warmwasserspeicher,
  • Regelung,
  • Montage,
  • Elektroarbeiten,
  • Fundament,
  • Demontage der Altanlage,
  • hydraulischer Abgleich,
  • eventuell Heizkörper.

Daher können zwei Angebote mit gleichem Vaillant-Modell erheblich unterschiedliche Endpreise besitzen.

Als grobe Marktgröße liegt ein vollständiges Luft-Wasser-Wärmepumpenprojekt im Einfamilienhaus häufig im mittleren fünfstelligen Bereich.

Komplexere Altbauten können darüber liegen.

Eine starre Zahl wäre deshalb weniger hilfreich als eine saubere Kostenaufteilung.

Muss man alle Heizkörper austauschen?

Nein.

Das zeigt auch das Vaillant-Praxisbeispiel aus Kaufungen.

Dort blieben die vorhandenen Heizkörper vollständig erhalten.

Andere Häuser benötigen dagegen möglicherweise in einzelnen Räumen größere Heizflächen.

Raumweise prüfen statt komplett austauschen

Ein sinnvoller Ablauf lautet:

Zuerst wird die Raumheizlast berechnet.

Danach wird geprüft, welche Leistung der vorhandene Heizkörper bei der gewünschten Vorlauftemperatur abgeben kann.

Reicht die Leistung aus, bleibt er bestehen.

Ist sie knapp zu niedrig, kann häufig ein größerer Typ eingesetzt werden.

Dadurch ist der pauschale Austausch sämtlicher Heizkörper oft unnötig.

Gerade diese raumweise Betrachtung kann die Investitionskosten einer Altbau-Umstellung deutlich reduzieren.

 
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Wann ist eine Vaillant Wärmepumpe im Altbau eher kritisch?

Nicht jedes Gebäude ist sofort optimal vorbereitet.

Problematisch wird es insbesondere, wenn selbst große Heizkörper bei sehr hohen Systemtemperaturen die Räume kaum warm halten.

Ein extrem hoher Wärmebedarf ist ebenfalls ein Warnsignal.

Auch mangelnde Planung ist ein Risiko

Eine technisch geeignete Wärmepumpe kann schlecht laufen, wenn sie falsch dimensioniert wird.

Zu große Geräte takten häufiger.

Zu kleine Geräte benötigen unter Umständen sehr oft den elektrischen Heizstab.

Darüber hinaus kann eine zu hohe Heizkurve unnötig Strom verbrauchen.

Deshalb sollte vor dem Kauf mindestens Folgendes vorliegen:

Heizlast + Heizkörpercheck + Vorlauftemperatur + Aufstellortprüfung.

Erst danach sollte die konkrete Gerätegröße festgelegt werden.

aroTHERM plus oder Hybridlösung?

In vielen Altbauten kann eine Wärmepumpe den vollständigen Wärmebedarf übernehmen.

Eine Hybridlösung ist deshalb nicht automatisch notwendig.

Trotzdem kann sie bei besonderen Gebäuden eine Option darstellen.

Passend zum Thema: Wärmepumpe Vaillant Kosten: Gerätepreis, Montage und Gesamtpreis

Hybrid ist keine Standardlösung für jeden Altbau

Wenn ein Haus dauerhaft sehr hohe Temperaturen benötigt oder eine außergewöhnlich hohe Heizlast besitzt, kann eine zweite Wärmequelle Spitzenlasten übernehmen.

Allerdings steigen dadurch Systemkomplexität und Wartungsaufwand.

Daher sollte zunächst geprüft werden, ob sich die Vorlauftemperatur durch Heizkörperoptimierung oder kleinere Sanierungsmaßnahmen senken lässt.

Erst wenn eine monovalente Lösung technisch oder wirtschaftlich nicht überzeugt, lohnt sich der Vergleich mit einem Hybridsystem.

Welche Rolle spielt R290 im Altbau?

Die aktuelle aroTHERM plus nutzt das natürliche Kältemittel R290.

Dadurch sind hohe Vorlauftemperaturen möglich.

Gleichzeitig besitzt R290 ein sehr niedriges Treibhauspotenzial.

Vaillant nennt für die aktuelle Baureihe ein GWP von 0,02.

Für Modernisierung technisch interessant

Gerade der mögliche Vorlauf bis 75 °C schafft im Altbau zusätzliche Reserve.

Trotzdem bleibt das Ziel ein möglichst niedriger Betriebspunkt.

Die Stärke einer modernen Hochtemperatur-Wärmepumpe liegt deshalb nicht darin, permanent mit 75 °C zu arbeiten.

Vielmehr kann sie an wenigen kritischen Tagen höhere Temperaturen bereitstellen, während sie den Großteil der Heizperiode effizienter arbeitet.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Vaillant Wärmepumpe für Altbau nach Systemtemperatur auswählen

Eine Vaillant Wärmepumpe für Altbau kann auch ohne Fußbodenheizung und mit bestehenden Heizkörpern sinnvoll funktionieren.

Die aktuelle aroTHERM plus bietet dafür interessante Voraussetzungen.

Sie arbeitet mit R290, ist in Leistungsgrößen von 3 bis 12 kW erhältlich und kann bis zu 75 °C Vorlauftemperatur erzeugen.

Für die Wirtschaftlichkeit ist diese Maximaltemperatur jedoch nicht der entscheidende Wert.

Wichtiger ist, wie niedrig das Gebäude im realen Heizbetrieb kommt.

Vaillant selbst empfiehlt als praktische Orientierung, dass vorhandene Heizkörper am kältesten Tag mit ungefähr maximal 55 °C Vorlauf noch rund 20 °C Raumtemperatur ermöglichen sollten.

Auch unabhängige Feldmessungen sprechen gegen die pauschale Aussage, Wärmepumpen funktionierten nur im Neubau.

Im Fraunhofer-Bestandstest erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen durchschnittlich eine JAZ von etwa 3,4.

Die richtige Reihenfolge lautet deshalb:

Heizlast bestimmen → 55-Grad-Check → Heizkörper prüfen → einzelne Schwachstellen optimieren → Aufstellort klären → passende aroTHERM-Leistung auswählen → Gesamtpreis vergleichen.

Damit wird aus der Frage „Ist mein Haus zu alt?“ eine wesentlich sinnvollere Frage:

„Welche Systemtemperatur und Heizleistung braucht mein Haus tatsächlich?“

Häufige Fragen zur Vaillant Wärmepumpe im Altbau
Ist eine Vaillant Wärmepumpe für einen Altbau geeignet?
Ja. Entscheidend sind nicht allein Baujahr oder Gebäudetyp, sondern Heizlast, Heizflächen und notwendige Vorlauftemperatur. Besonders Luft-Wasser-Systeme wie die aroTHERM plus werden von Vaillant ausdrücklich auch für Modernisierungen und bestehende Heizkörper angeboten.
Braucht eine Vaillant Wärmepumpe im Altbau eine Fußbodenheizung?
Nein. Auch vorhandene Heizkörper können geeignet sein, sofern sie bei einer möglichst niedrigen Vorlauftemperatur ausreichend Wärme abgeben. Vaillant nennt ungefähr 55 °C am kältesten Tag als praktische Orientierung für eine erste Eignungsprüfung.
Welche Vaillant Wärmepumpe eignet sich für den Altbau?
Für viele Einfamilienhäuser ist insbesondere die aroTHERM plus interessant. Die aktuelle Luft-Wasser-Baureihe ist in Leistungsgrößen von 3 bis 12 kW erhältlich, arbeitet mit R290 und kann bis zu 75 °C Vorlauftemperatur bereitstellen. Die konkrete Größe muss jedoch nach Gebäudeheizlast gewählt werden.
Muss ein Altbau vor dem Einbau komplett gedämmt werden?
Nein. Eine Komplettsanierung ist nicht grundsätzlich erforderlich. Sinnvoll kann jedoch die gezielte Verbesserung besonders schwacher Bauteile sein. Entscheidend ist, welche Heizlast danach verbleibt und mit welcher Vorlauftemperatur die Räume zuverlässig warm werden.
Ist die aroTHERM plus eine Hochtemperatur-Wärmepumpe?
Die aktuelle aroTHERM plus kann im Wärmepumpenbetrieb bis zu 75 °C Vorlauf bereitstellen und eignet sich deshalb auch für Gebäude mit höheren Temperaturanforderungen. Für einen wirtschaftlichen Dauerbetrieb sollte die tatsächliche Vorlauftemperatur dennoch möglichst niedrig gehalten werden.
Was kostet eine Vaillant Wärmepumpe im Altbau?
Der Gesamtpreis hängt stark von Heizleistung und Umbauaufwand ab. Neben Wärmepumpe, Speicher und Regelung müssen Montage, Elektrik, Fundament und gegebenenfalls Heizkörper berücksichtigt werden. Deshalb liegt ein vollständiges Einfamilienhausprojekt typischerweise deutlich über dem reinen Gerätepreis.

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