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100 kWp PV Anlage: Kosten, Ertrag Und Pflichten Richtig Planen

WICHTIGE INFO:
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Eine 100 kwp pv anlage ist eine typische Größenklasse für Gewerbehallen, landwirtschaftliche Gebäude, Logistikflächen und größere Betriebsstandorte. Sie kann in Deutschland grob 85.000 bis 110.000 kWh Solarstrom pro Jahr erzeugen und dadurch einen erheblichen Teil des betrieblichen Strombezugs ersetzen. Gleichzeitig beginnt rund um die 100-kW-Grenze ein regulatorischer Bereich, der deutlich komplexer ist als bei kleinen Hausdachanlagen.

Besonders wichtig ist dabei ein Detail, das viele Ratgeber ungenau formulieren: Genau 100 kW und mehr als 100 kW sind im EEG nicht dasselbe. Die feste Einspeisevergütung nach § 21 EEG ist grundsätzlich für Anlagen bis einschließlich 100 kW möglich. Erst bei mehr als 100 kW wird für die reguläre EEG-Vergütung die Direktvermarktung relevant. Gleichzeitig greifen technische Anforderungen teilweise bereits ab 100 kW.

Damit sollte eine Anlage nicht allein aus wirtschaftlichen Gründen auf „99,9 kWp“ oder „100,1 kWp“ dimensioniert werden. Entscheidend sind vielmehr Lastprofil, verfügbare Dachfläche, Netzanschluss und der zusätzliche Ertrag weiterer Module.

100 kWp PV Anlage: Fakten-Check

Kosten: Aktuelle Marktangaben liegen häufig bei etwa 90.000 bis 130.000 € für eine schlüsselfertige 100-kWp-Anlage ohne größeren Gewerbespeicher.

Jahresertrag: Je nach Standort und Dach sind ungefähr 85.000 bis 110.000 kWh pro Jahr ein realistischer Orientierungsbereich.

Genau 100 kW: Die feste EEG-Einspeisevergütung ist grundsätzlich noch möglich.

Über 100 kW: Für die reguläre EEG-Vergütung greift die verpflichtende Direktvermarktung.

Ab 100 kW: Technische Anforderungen wie Fernsteuerbarkeit und Redispatch müssen bereits berücksichtigt werden.

Was Leistet Eine 100 kWp Photovoltaikanlage Pro Jahr?

Der Jahresertrag hängt vor allem vom Standort, der Dachausrichtung, Neigung, Verschattung und den technischen Verlusten ab.

Für Deutschland kann bei einer guten gewerblichen Dachanlage häufig mit etwa 850 bis 1.100 kWh Ertrag pro installiertem kWp gerechnet werden. Daraus ergibt sich für 100 kWp ein grober Jahresbereich von ungefähr 85.000 bis 110.000 kWh.

Elevion Green nennt beispielsweise 85.000 bis 100.000 kWh als durchschnittlichen Bereich und bis etwa 110.000 kWh unter besonders guten Bedingungen. 1KOMMA5° arbeitet mit rund 1.000 kWh je kWp als realistischem Durchschnittswert.

Beispiel Mit 95.000 kWh Jahresertrag

Angenommen, eine Anlage produziert jährlich 95.000 kWh.

Verbraucht ein Unternehmen davon 70 Prozent direkt, entsprechen 66.500 kWh vermiedenem Netzstrombezug.

Die übrigen 28.500 kWh werden eingespeist beziehungsweise vermarktet.

Gerade bei Gewerbebetrieben kann ein hoher Eigenverbrauch wirtschaftlich besonders attraktiv sein, weil Produktion, Büro, Kühlung oder Maschinen häufig genau während der Solarstunden laufen.

Eigenverbrauch Ist Häufig Wertvoller Als Einspeisung

Der selbst genutzte Solarstrom ersetzt Strom, der sonst zum Gewerbestarif aus dem Netz bezogen würde.

Der eingespeiste Strom erzielt dagegen nur die jeweilige EEG-Vergütung beziehungsweise einen Marktwert plus mögliche Marktprämie.

Deshalb sollte eine 100-kWp-Anlage nicht ausschließlich auf maximalen Jahresertrag ausgelegt werden.

Auch die zeitliche Übereinstimmung zwischen Erzeugung und Verbrauch ist wichtig.

Spezifischer Ertrag Jahresproduktion Einordnung Planung
850 kWh/kWp 85.000 kWh Konservativ Ungünstigere Dachbedingungen möglich
950 kWh/kWp 95.000 kWh Solider Planungswert Viele deutsche Standorte
1.000 kWh/kWp 100.000 kWh Guter Durchschnitt Gute Ausrichtung und geringe Verschattung
1.100 kWh/kWp 110.000 kWh Sehr guter Standort Hohe spezifische Ausbeute

Orientierungswerte. Die reale Produktion hängt unter anderem von Standort, Dachausrichtung, Neigung, Verschattung und Anlagenverlusten ab.

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Wie Viel Kostet Eine 100 kWp PV Anlage 2026?

Aktuelle Marktangaben bewegen sich für eine schlüsselfertige 100 kwp pv anlage ungefähr zwischen 90.000 und 130.000 Euro.

1KOMMA5° nennt rund 90.000 bis 130.000 Euro inklusive Installation. Elevion Green gibt etwa 95.000 bis 130.000 Euro beziehungsweise rund 950 bis 1.300 Euro je kWp an.

Diese Zahlen eignen sich jedoch nur als Orientierung.

Lesetipp: Photovoltaik Buxtehude: Kosten, Ertrag Und Die Richtige Anlagenplanung

Ein einfaches Trapezblechdach kann günstiger sein als ein komplexes Flachdach mit aufwendiger Unterkonstruktion oder statischen Zusatzmaßnahmen.

Welche Positionen Gehören Zum Angebot?

Ein belastbares Angebot sollte mindestens folgende Bestandteile klar ausweisen:

  • PV-Module,
  • Wechselrichter,
  • Unterkonstruktion,
  • DC-Verkabelung,
  • AC-Anschluss,
  • Netz- und Anlagenschutz,
  • Messkonzept,
  • Planung,
  • Montage,
  • Gerüst beziehungsweise Absturzsicherung,
  • Netzanschluss,
  • Anmeldung und Inbetriebnahme,
  • Monitoring.

Zusätzlich können Fernwirktechnik, Wandlermessung oder Arbeiten am Zählerschrank erforderlich werden.

Speicher Kann Die Investition Deutlich Erhöhen

Elevion Green nennt für einen zusätzlichen Gewerbespeicher in dieser Größenklasse beispielsweise Mehrkosten von etwa 40.000 bis 50.000 Euro. 1KOMMA5° nennt je nach System ungefähr 300 bis 650 Euro pro kWh Speicherkapazität.

Allerdings braucht nicht jedes Unternehmen einen großen Batteriespeicher.

Ein Betrieb mit hohem Tagesverbrauch kann bereits ohne Speicher sehr hohe Eigenverbrauchsquoten erreichen.

Wie Viel Dachfläche Braucht Eine 100 kWp PV Anlage?

Aktuelle Gewerbemodule erreichen häufig etwa 430 bis über 500 Wp.

Mit 450-Wp-Modulen benötigt eine Anlage rechnerisch ungefähr:

100.000 Wp ÷ 450 Wp = rund 223 Module

Mit 500-Wp-Modulen wären es rund 200 Stück.

Die reine Modulfläche liegt dadurch häufig in einer Größenordnung von ungefähr 450 bis 500 m².

In der Praxis wird jedoch mehr Dachfläche benötigt.

Realistisch Mit Rund 550 Bis 700 m² Planen

Elevion Green verwendet in seinem Gewerberechner beispielsweise eine Leistungsdichte von 0,17 kWp pro Quadratmeter. Daraus ergeben sich für 100 kWp knapp 590 m² verfügbare Fläche.

Andere Planungsansätze arbeiten abhängig von Dachtyp und Modulbelegung mit etwa 6 bis 10 m² je kWp. Dadurch können für 100 kWp rund 600 bis 1.000 m² Bruttofläche erforderlich werden.

Bei modernen leistungsstarken Modulen und gut nutzbaren Dächern ist die untere Hälfte dieses Bereichs häufig realistischer.

Flachdach Braucht Mehr Abstand

Auf einem Flachdach werden Module oft aufgeständert.

Damit sich die Reihen nicht gegenseitig stark verschatten, entstehen zusätzliche Abstände.

Eine Ost-West-Aufständerung kann die Fläche effizienter nutzen als eine steilere Südausrichtung.

Gleichzeitig erzeugt sie eine breitere Leistungskurve.

Statik Vorher Prüfen

Gerade Gewerbehallen besitzen teilweise leichte Dachkonstruktionen.

Deshalb sollte vor der finalen Belegung geprüft werden, welche Zusatzlast zulässig ist.

Neben Modulen und Unterkonstruktion wirken auch Wind- und Schneelasten.

Anlagengröße Einspeisevergütung Direktvermarktung Technik / Netz
Unter 100 kW Grundsätzlich möglich Freiwillig möglich Anlagengröße beachten
Genau 100 kW Grundsätzlich weiterhin möglich Freiwillig möglich Fernsteuerbarkeit / Redispatch berücksichtigen
Über 100 kW Keine reguläre feste EEG-Einspeisevergütung Verpflichtend Zusätzliche Marktprozesse
Ab 135 kW Marktmodell abhängig Regelmäßig relevant Zusätzliche VDE-/Nachweisanforderungen prüfen
Wichtig: Die Direktvermarktungsgrenze liegt bei mehr als 100 kW. Technische EEG- und Redispatch-Anforderungen können dagegen bereits ab 100 kW greifen.

100 kWp Oder Über 100 kWp: Der Entscheidendste Unterschied

Dieser Punkt ist für die Planung besonders wichtig.

Nach § 21 EEG kann die klassische Einspeisevergütung grundsätzlich für Strom aus Anlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 100 kW genutzt werden.

Damit gehört eine Anlage mit exakt 100 kW noch in diesen Bereich.

Für Anlagen mit mehr als 100 kW sieht das EEG dagegen nur eine zeitlich begrenzte Ausfallvergütung als Rückfalloption vor. Im regulären Betrieb werden solche Anlagen deshalb über Direktvermarktung geführt.

Direktvermarktung Ist Über 100 kW Pflicht

Bei der Direktvermarktung verkauft der Betreiber den eingespeisten Strom über einen Direktvermarkter am Strommarkt.

Zusätzlich kann im Marktprämienmodell eine gleitende Marktprämie gezahlt werden.

Dadurch setzt sich der Erlös grundsätzlich aus Marktwert und Marktprämie zusammen.

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht dafür aktuelle anzulegende Werte bis 1 MW.

Genau 100 kWp Kann Trotzdem Freiwillig Direkt Vermarktet Werden

Eine Anlage muss nicht oberhalb von 100 kW liegen, um an der Direktvermarktung teilzunehmen.

Bis einschließlich 100 kW kann sie ebenfalls freiwillig gewählt werden.

Das kann beispielsweise interessant sein, wenn Vermarktungskosten und mögliche Markterlöse wirtschaftlich attraktiv sind.

Folglich sollte man die Grenze nicht nur als bürokratisches Problem betrachten.

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Aktuelle EEG-Werte Für 100 kWp

Für Gebäudeanlagen mit Inbetriebnahme zwischen 1. August 2026 und 31. Januar 2027 veröffentlicht die Bundesnetzagentur für die Marktprämie folgende anzulegende Werte:

Bis 10 kW gelten bei Teileinspeisung 8,10 ct/kWh, bis 40 kW 7,06 ct/kWh und bis 100 kW 5,84 ct/kWh. Für Volleinspeisung liegen die jeweiligen Stufen höher.

Dabei handelt es sich um Leistungsstufen.

Lesetipp: Daikin Wärmepumpe Altherma 4 Test: R290, Kosten & Förderung

Eine 100-kWp-Anlage erhält deshalb nicht für jede eingespeiste Kilowattstunde einfach pauschal den letzten Tabellenwert.

Vergütung Wird Stufenweise Berechnet

Bei einer Gebäudeanlage wird die Leistung auf die einzelnen Vergütungsstufen verteilt.

Dadurch erhält beispielsweise der erste Leistungsteil bis 10 kW einen anderen anzulegenden Wert als der Anteil zwischen 40 und 100 kW.

Daher sollte eine Wirtschaftlichkeitsrechnung mit dem gewichteten Gesamtwert arbeiten.

Eigenverbrauch Trotzdem Oft Wirtschaftlich Stärker

Für einen Gewerbebetrieb kann eine vermiedene Netzstrom-kWh einen wesentlich höheren wirtschaftlichen Wert besitzen als eine eingespeiste kWh.

Genau deshalb sind Lastprofil und Eigenverbrauchsquote zentrale Planungsgrößen.

Eine möglichst hohe Eigenverbrauchsquote kann die Wirtschaftlichkeit deutlich verbessern.

Planungsgröße Orientierung Einfluss Im Angebot Prüfen
Investition ohne großen Speicher ca. 90.000–130.000 € Dach, Komponenten, Netzanschluss Schlüsselfertiger Umfang
Preis je kWp ca. 900–1.300 €/kWp Projektgröße und Technik Gleichen Leistungsumfang vergleichen
Module bei 450 Wp ca. 223 Stück Modulwirkungsgrad Exakte DC-Leistung
Module bei 500 Wp ca. 200 Stück Großformatige Module Dachbelegung statt nur Modulzahl
Typische Dachplanung häufig ca. 550–700 m²+ Flachdach, Abstände, Hindernisse Belegungsplan und Statik

Technische Pflichten Ab 100 kW

Während die Direktvermarktung erst über 100 kW verpflichtend wird, beginnen bestimmte technische Anforderungen bereits ab 100 kW.

§ 9 EEG verlangt für Anlagen mit mindestens 100 kW unter bestimmten Voraussetzungen technische Einrichtungen, mit denen der Netzbetreiber die Ist-Einspeisung abrufen und die Einspeiseleistung vollständig oder teilweise ferngesteuert reduzieren kann.

Dadurch wird eine 100-kWp-Gewerbeanlage technisch anspruchsvoller als eine kleine Hausdachanlage.

Fernsteuerbarkeit Gehört In Die Planung

Die notwendige Kommunikationstechnik sollte bereits bei der Wechselrichter- und Messkonzeptplanung berücksichtigt werden.

Je nach Netzbetreiber kommen unterschiedliche technische Lösungen infrage.

Deshalb sollte der Netzanschluss frühzeitig angefragt werden.

Der zuständige Verteilnetzbetreiber legt schließlich die konkrete Anschlusslösung fest.

Redispatch 2.0 Beginnt Ebenfalls Ab 100 kW

Ein weiterer wichtiger Punkt ist Redispatch 2.0.

Die Bundesnetzagentur nennt Erzeugungsanlagen ab 100 kW als vom Redispatch-System betroffene Anlagen. Dabei können Netzbetreiber bei Netzengpässen Erzeugungsleistung anpassen.

Damit können je nach Anlagenkonzept zusätzliche Daten-, Kommunikations- und Abwicklungsprozesse entstehen.

135-kW-Grenze Nicht Mit 100 kW Verwechseln

Im technischen Netzanschluss taucht außerdem häufig die Grenze von 135 kW auf.

VDE FNN weist darauf hin, dass ab 135 kW zusätzliche Eigenschaften beziehungsweise Nachweisanforderungen nach VDE-AR-N 4110 relevant werden können. Dabei hängt das konkrete Nachweisverfahren auch vom Netzanschlusspunkt und der Anlagenkonfiguration ab.

Folglich sollten 100 kW, über 100 kW und 135 kW nicht miteinander vermischt werden.

Netzanschluss Einer 100 kWp Anlage Früh Klären

Bei 100 kWp wird der Netzanschluss zu einem zentralen Projektbestandteil.

Noch bevor Module bestellt werden, sollte geprüft werden, wie viel Einspeiseleistung das lokale Netz aufnehmen kann.

Der Netzbetreiber bewertet dabei Netzanschlusspunkt, Leitungen und gegebenenfalls erforderliche Erweiterungen.

Trafo Ist Bei 100 kWp Nicht Automatisch Pflicht

Ein häufiges Missverständnis lautet, dass jede 100-kWp-Anlage eine eigene Trafostation benötigt.

Das stimmt pauschal nicht.

Viele 100-kWp-Anlagen können weiterhin über einen geeigneten Niederspannungsanschluss betrieben werden.

Entscheidend sind jedoch vorhandene Anschlussleistung, Netzstruktur und Vorgaben des jeweiligen Netzbetreibers.

Größere Projekte Können Zusätzliche Technik Auslösen

Steigt die Anlagenleistung deutlich über 100 kWp, können Wandlermessung, Mittelspannungsanforderungen und Zertifizierung zunehmend relevant werden.

VDE FNN unterscheidet dabei ausdrücklich nach Leistung und Netzanschlussebene.

Deshalb sollte eine Erweiterung von beispielsweise 100 auf 150 kWp nicht nur anhand der zusätzlichen Modulkosten entschieden werden.

Prüfpunkt Bei 100 kWp Bei Über 100 kWp Vor Bestellung Klären
Netzanschluss Netzprüfung erforderlich Netzprüfung erforderlich Verfügbarer Netzanschlusspunkt
Fernsteuerbarkeit Relevant ab 100 kW Relevant Netzbetreiber-Vorgaben
Redispatch 2.0 Ab 100 kW relevant Relevant Daten- und Betreiberprozesse
Direktvermarktung Freiwillig Verpflichtend Direktvermarkter und Messkonzept
MaStR Pflicht Pflicht Innerhalb eines Monats registrieren
Anlagenzertifizierung Netzanschlussabhängig prüfen Mit steigender Leistung relevanter 135-kW-Grenze und Anschlussniveau
Aktuelle Vergütungssätze und Marktprämien veröffentlicht die Bundesnetzagentur zur EEG-Förderung.

Marktstammdatenregister: Auch 100 kWp Müssen Registriert Werden

Jede netzgekoppelte PV-Anlage muss im Marktstammdatenregister registriert werden.

Das gilt unabhängig davon, ob EEG-Förderung genutzt wird.

Die Bundesnetzagentur nennt für die Registrierung der Inbetriebnahme grundsätzlich eine Frist von einem Monat.

Eine verspätete Registrierung kann außerdem Auswirkungen auf Zahlungsansprüche beziehungsweise Sanktionen haben.

Netzbetreiber Und MaStR Sind Zwei Unterschiedliche Prozesse

Bei einer Gewerbeanlage reicht die Registrierung im Marktstammdatenregister nicht als vollständiger Netzanschlussprozess aus.

Der Netzbetreiber muss die Anlage technisch prüfen und den Anschluss begleiten.

Deshalb sollte der Projektplan beide Vorgänge getrennt enthalten.

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Passend zum Thema: Photovoltaik Butzbach: Kosten, Ertrag und Planung im Praxis-Check

Wirtschaftlichkeit Einer 100 kWp Anlage Berechnen

Bei Gewerbe-PV entscheidet vor allem der Eigenverbrauch.

Angenommen, die Anlage erzeugt 95.000 kWh pro Jahr.

Davon nutzt der Betrieb 60 Prozent selbst.

Das entspricht:

57.000 kWh Eigenverbrauch

Weitere:

38.000 kWh

werden eingespeist beziehungsweise vermarktet.

Beispiel Mit 25 Cent Gewerbestrom

Nehmen wir vereinfachend 0,25 Euro vermiedene Stromkosten pro selbst genutzter kWh an.

Dann ergibt der Eigenverbrauch:

57.000 × 0,25 € = 14.250 € jährliche Stromkostenersparnis

Zusätzlich kommen Erlöse für die restlichen 38.000 kWh hinzu.

Bereits dieses Beispiel zeigt, warum eine gute Eigenverbrauchsquote für Unternehmen wichtiger sein kann als eine minimale Optimierung der Einspeisevergütung.

Lastprofil Ist Wertvoller Als Jahresverbrauch Allein

Ein Betrieb kann jährlich 200.000 kWh verbrauchen und trotzdem wenig Solarstrom direkt nutzen, wenn der Verbrauch hauptsächlich nachts stattfindet.

Ein anderes Unternehmen mit nur 120.000 kWh Jahresbedarf kann dagegen eine hohe Eigenverbrauchsquote erreichen, wenn Maschinen tagsüber laufen.

Deshalb gehört ein 15-Minuten-Lastprofil idealerweise in jede professionelle Gewerbe-PV-Planung.

Speicher Nur Bei Passendem Lastprofil

Ein Gewerbespeicher kann Lastspitzen kappen und Solarstrom in spätere Stunden verschieben.

Allerdings kostet er zusätzliches Kapital.

Hat ein Unternehmen bereits tagsüber einen konstant hohen Verbrauch, kann eine PV-Anlage ohne großen Speicher wirtschaftlicher sein.

PV Anlagen Über 100 kWp: Wann Größer Bauen Sinnvoll Ist

Die Direktvermarktungspflicht sollte kein Grund sein, eine wirtschaftlich sinnvolle Anlage künstlich auf 100 kWp zu begrenzen.

Angenommen, eine Halle bietet Platz für 180 kWp.

Ein Betreiber verbraucht gleichzeitig tagsüber sehr viel Strom.

Dann könnten die zusätzlichen 80 kWp wesentlich mehr Einsparungen erzeugen, als Direktvermarktung und zusätzliche Technik kosten.

99,9 kWp Ist Nicht Automatisch Die Wirtschaftlichste Größe

In der Praxis findet man Anlagen, die bewusst knapp unter regulatorischen Grenzen bleiben.

Das kann im Einzelfall sinnvoll sein.

Allerdings sollte diese Entscheidung immer gerechnet werden.

Eine künstliche Begrenzung verschenkt möglicherweise:

  • Dachfläche,
  • Eigenverbrauch,
  • Netzstromersparnis,
  • zukünftige Ladeleistung,
  • zusätzliche Solarerträge.

Dementsprechend gehört der Vergleich 100 kWp gegen technisch maximal sinnvolle Dachbelegung in die Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Mehr Als 100 kWp Besonders Bei Hohem Tagesverbrauch

Produktionsbetriebe, Kühlhäuser, Logistikzentren, Supermärkte und Werkstätten besitzen häufig einen hohen Tagesstrombedarf.

Dann lässt sich ein großer Teil der zusätzlichen Solarenergie direkt verbrauchen.

Lesetipp: Photovoltaik mit Speicher 2026: Kosten, Wirtschaftlichkeit und KfW-Förderung

Dadurch sinkt die Bedeutung der Einspeisevergütung.

Batteriespeicher Bei 100 kWp: Pflicht Oder Option?

Ein Stromspeicher ist auch bei 100 kWp keine generelle Voraussetzung.

Entscheidend ist, wie stark Erzeugung und Verbrauch zeitlich auseinanderliegen.

Ein Unternehmen mit Schichtbetrieb kann Solarstrom möglicherweise bereits direkt verbrauchen.

Dann würde ein großer Speicher nur wenig zusätzliche Eigenverbrauchsquote erzeugen.

Speicher Kann Lastspitzen Reduzieren

Interessanter wird die Batterie, wenn hohe Leistungsspitzen auftreten.

Dann kann ein Speicher neben der PV-Eigenverbrauchsoptimierung zusätzlich für Peak Shaving eingesetzt werden.

Dadurch verändern sich jedoch Auslegung und Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Eine reine Faustregel nach kWp ist deshalb ungeeignet.

Speichergröße Aus Dem Lastgang Ableiten

Idealerweise wird analysiert:

  • wann Überschüsse entstehen,
  • wie lange sie auftreten,
  • welcher Verbrauch danach folgt,
  • welche Netzleistungsspitzen existieren.

Erst danach sollte eine Speicherkapazität festgelegt werden.

100 kWp PV Anlage An Der 100-kW-Grenze Präzise Planen

Eine 100 kwp pv anlage bietet für Unternehmen eine interessante Kombination aus hohem Solarertrag, Skaleneffekten und weiterhin überschaubarer Projektgröße.

Aktuelle Marktangaben liegen für schlüsselfertige Systeme ungefähr zwischen 90.000 und 130.000 Euro. Bei guten Bedingungen lassen sich jährlich rund 85.000 bis 110.000 kWh Solarstrom erzeugen.

Besonders wichtig ist jedoch die regulatorische Trennlinie:

Bis einschließlich 100 kW kann grundsätzlich die feste EEG-Einspeisevergütung genutzt werden.
Über 100 kW wird für den regulären EEG-Vergütungsweg Direktvermarktung erforderlich.
Ab 100 kW greifen gleichzeitig bereits technische Fernsteuerungsanforderungen und Redispatch-Regelungen.

Genau deshalb sollte man die Begriffe „100 kWp“ und „über 100 kWp“ nicht gleich behandeln.

Für die Investitionsentscheidung zählt anschließend der wirtschaftliche Gesamtvergleich: Dachfläche, Lastprofil, Eigenverbrauch, Netzanschluss, Direktvermarktung und gegebenenfalls Speicher.

Die beste Anlagengröße liegt deshalb nicht automatisch bei exakt 100 kWp.

Vielmehr sollte geprüft werden, ob eine größere Anlage trotz zusätzlicher Markt- und Netzanforderungen langfristig mehr Einsparungen und Ertrag erzeugt.

Häufige Fragen Zur 100 kWp PV Anlage
Was kostet eine 100 kWp PV Anlage?
Aktuelle Marktangaben liegen für schlüsselfertige Gewerbeanlagen häufig ungefähr zwischen 90.000 und 130.000 Euro. Der tatsächliche Preis hängt unter anderem von Dach, Modulen, Wechselrichtern, Netzanschluss, Messkonzept und zusätzlicher Fernwirktechnik ab. Ein großer Gewerbespeicher kann die Investition deutlich erhöhen.
Wie viel Strom produziert eine 100 kWp PV Anlage?
Je nach Standort, Ausrichtung und Verschattung sind ungefähr 85.000 bis 110.000 kWh pro Jahr ein realistischer Orientierungsbereich. Bei einem spezifischen Ertrag von 1.000 kWh je installiertem kWp entstehen rechnerisch rund 100.000 kWh Solarstrom pro Jahr.
Ist bei genau 100 kWp Direktvermarktung Pflicht?
Nein. Nach der aktuellen EEG-Systematik ist die klassische Einspeisevergütung grundsätzlich für Anlagen bis einschließlich 100 kW möglich. Die verpflichtende Direktvermarktung betrifft regulär Anlagen mit mehr als 100 kW. Eine 100-kW-Anlage kann jedoch freiwillig direkt vermarktet werden.
Welche Pflichten gelten ab 100 kW?
Ab 100 kW werden unter anderem technische Anforderungen an die Fernsteuerbarkeit relevant. Zudem fallen Erzeugungsanlagen dieser Größenklasse grundsätzlich in den Bereich von Redispatch 2.0. Die konkrete technische Umsetzung hängt zusätzlich vom Netzbetreiber, Messkonzept und Netzanschlusspunkt ab.
Wie viel Dachfläche braucht eine 100 kWp Photovoltaikanlage?
Mit modernen Modulen liegt die reine Modulfläche häufig unter 500 m². In der Praxis sollte je nach Dachtyp, Modulabständen, Wartungswegen und Hindernissen häufig mit etwa 550 bis 700 m² oder mehr geeigneter Dachfläche geplant werden. Flachdächer können aufgrund notwendiger Reihenabstände zusätzlichen Platz benötigen.
Sollte man eine PV Anlage künstlich auf 100 kWp begrenzen?
Nicht automatisch. Zwar entstehen über 100 kW zusätzliche Anforderungen durch die Direktvermarktung, doch eine größere Anlage kann auf einem geeigneten Gewerbedach erheblich mehr Eigenverbrauch und Stromkostenersparnis erzielen. Deshalb sollten immer mindestens zwei Szenarien verglichen werden: 100 kWp und die technisch beziehungsweise wirtschaftlich sinnvolle Maximalbelegung.

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